Wer Klavier lernen will, hat viele Möglichkeiten. Egal, ob als totale Anfänger in jungen Jahren oder als Erwachsene. Erfahre hier, wie du am besten anfängst und schnell Fortschritte machen kannst.
Wer Klavier lernen will, hat viele Möglichkeiten. Egal, ob als totale Anfänger in jungen Jahren oder als Erwachsene. Erfahre hier, wie du am besten anfängst und schnell Fortschritte machen kannst.
Ein Musikinstrument spielen zu lernen ist der Beginn einer Reise, die einen das ganze Leben begleitet. Zumindest kann ich das von mir sagen. Es gibt so viele Situationen und Momente, in denen ich es genieße, mich ans Klavier setzen und einfach drauflos zu spielen.
Selbstverständlich ist das umso schöner, je besser man in Übung ist. Aber egal, ob ich konkret Lieder spiele oder mich ganz intuitiv vom Klang und den Tönen des Instruments inspirieren lasse – ohne Piano würde mir wirklich etwas fehlen in meinem Leben. Also Hauptsache: Klavier spielen! Es fühlt sich toll an und es macht Spaß!
Und dann spricht man ja allgemein über die positiven Effekte des Klavierspielens – sogar schlau soll’s machen. Das mag ja alles sein. Meine 5 Cent dazu: Schlauer ist man immer hinterher – sprich: Wenn du es nicht selber ausprobierst, wirst du es nie erfahren!
Jein! Ein Instrument gut zu spielen oder zu beherrschen ist etwas Besonderes. Auch wenn dir aus allen Richtungen suggeriert wird, es sei alle total easy: Es bedeutet auch regelmäßiges Üben und Geduld. Ohne das kommst du nicht weiter.
Und neben der Freude darüber, wenn du deine erste Melodie, dein erstes Stück spielen kannst, wartet gleich auch der Frust. Man erwischt halt auch mal einen schlechten Tag, an dem rein gar nix zu klappen scheint. Das gehört einfach auch dazu. Das Wichtigste ist aber auch dann: Dranbleiben!
Klavier lernen kann man auf ganz unterschiedliche Weise – das ist ganz individuell. Begonnen habe ich z.B. ganz klassisch mit Klavierunterricht, aber ich habe gleich auch selber versucht, Akkorde zu finden und Melodien aus dem Radio nachzuspielen. Irgendwie halt, ohne genau zu wissen, was ich da eigentlich mache.
Noten lesen, Musiktheorie – also: was ist in Takt, was ein Melodiebogen und wie unterscheiden sich Violinschlüssel und Bassschlüssel? Diese Erkenntnisse kamen mit der Zeit. Meine Erfahrung ist die: Es gibt so viel zu lernen – besser, wenn man alles Schritt für Schritt angeht.
Den ersten Schritt hast du bereits getan: Du interessierst dich dafür, Klavier spielen zu lernen. Es gibt viele Wege, dieses Projekt anzugehen. Und welcher Weg für dich der richtige ist, das musst du ein bisschen auch selber herausfinden.
Das Wichtigste ist, dass du gleich loslegst. Wenn du (noch) kein Piano hast, dann kannst du die ersten Schritte direkt hier auf PIANOO.de machen mit dem Virtual Piano.
So eine virtuelle Tastatur ersetzt natürlich nicht das Spielen auf einem richtigen Klavier oder E-Piano, aber du kannst schon einmal herausfinden, wie die Töne der Klaviertastatur funktionieren. Jeder noch so kleine Schritt bringt dich näher zu deinem Ziel: Klavier lernen!
Solltest du kein eigenes Piano besitzen, dann kannst du dir vielleicht eins leihen oder vielleicht haben Nachbarn ein Klavier oder Digitalpiano zuhause. Musikgeschäfte und Musikschulen bieten Leihinstrumente bzw. Mietkauf-Optionen an. Nimm’ eine Probestunde in einer Klavierschule oder bei einer Online-Klavierschule und schau dir Online-Tutorials an. Je mehr du dich mit dem Thema beschäftigst, desto besser.
Auch ohne Klavierunterricht kannst du loslegen: Hauptsache, du holst erstmal irgendwie Töne aus dem Piano heraus. Erkunde die verschiedenen Tonhöhen und Klangfarben bei Tonkombinationen und unterschiedlichen Anschlagstärken! Lass dich von deiner Intuition leiten, auch wenn die Finger nicht gleich alles richtig machen auf der Klaviatur. Wichtig ist, dass du dir die Zeit nimmst und dich ganz auf den Klang konzentrierst.
Wir gehen im Folgenden genauer darauf ein, aber hier schon mal die knappe Checkliste, wie du am besten anfängst und schnell Klavier spielen lernen kannst:
Und noch ein Tipp: Lass dir nicht einreden, du müsstest Noten lesen können, um Klavier zu lernen! Das ist Quatsch. Noten lesen ist nicht erforderlich, um gut Musizieren zu können. Ein Gefühl für Klang, Melodie und Rhythmus sind die wichtigen Zutaten. Diese Fähigkeiten entwickeln sich weiter, je mehr du dich mit Musik und dem Klavierspielen beschäftigst.

Vor allem geht es darum, Spaß am Klavierspielen und Musizieren zu erleben. Egal, ob man in jungen Jahren oder als Erwachsener damit beginnt, man sollte seine Ziele nicht zu hoch ansetzen, sonst endet alles schnell im Frust. Das beste Rezept dagegen ist kontinuierliches Üben – jeden Tag 10-20 Minuten reichen völlig aus.
Wenn du das Üben und Klavierspielen in deinen Tagesablauf integrierst, dann wirst du schnell gute Fortschritte beim Klavierlernen machen. Fingerübungen am Klavier sind notwendig, können aber auch langweilig werden. Lerne und übe vor allem Lieder, die du gerne magst! Welche Klavierstücke für dich am besten geeignet – also nicht zu schwer und nicht zu leicht – sind, können Klavierlehrer*innen sehr gut beurteilen.

Akustisches Piano oder Digitalpiano? Gebrauchtes Piano oder neu kaufen? Fürs erste ist es völlig egal – Hauptsache, du legst los und beginnst damit, deinen Traum in die Wirklichkeit umzusetzen. Bei euch zuhause steht ein altes Klavier herum? Wichtig ist, dass es intakt und spielfähig ist. Wenn ein akustisches Klavier über längere Zeit nicht mehr gespielt wurde, dann könnte eine Klavierstimmung eine gute Idee sein, vielleicht muss die Mechanik nachjustiert werden. Am besten sprichst du mal eine Klavierwerkstatt in deiner Nähe an.
Digitalpianos sind ideal für Anfänger. Allerdings ist eine Orientierung schwierig für Laien, denn die Auswahl an preiswerten Digitalpianos ist riesig groß. Auf eine ganz kurze Formel gebracht solltest du diese Aspekte berücksichtigen:
Unser Empfehlungen findest du in der Übersicht E-Piano für Anfänger im Test.
Wer gerade am Anfang steht und vor der Anschaffung des ersten Pianos steht, hat die Qual der Wahl. Denn das Angebot ist sehr groß und für Laien und Anfänger fast unüberschaubar. Wir haben ein hier preiswerte Einsteiger-Bundles zusammengestellt, die alles beinhalten, was man für den Anfang braucht.
Diese Frage scheint doch viele zu beschäftigen, denn sie taucht immer wieder in Internet-Foren auf. Die Frage lässt sich natürlich nicht pauschal beantworten, denn das Lernen hängt von vielen Faktoren ab. Im Vordergrund stehen dabei gar nicht einmal die individuellen Faktoren wie Musikalität und Auffassungsgabe, die hier oft ins Feld geführt werden.
Der wohl wichtigste Faktor ist das Üben. Wer häufig und vor allem regelmäßig Klavier übt, wird gute Fortschritte machen. So manche schaffen es, innerhalb eines Jahres anspruchsvolle Anfängerstücke wie „Für Elise“ vorzutragen – dafür gibt es ein gut gemachtes Online-Tutorial von Music2me.de.
Aber klar doch! Sogar in weit höherem Alter ist aktives Musizieren absolut empfehlenswert, das belegen auch medizinische Studien. Wie man weiß spielte Vladimir Horowitz bis ins hohe Alter auf Konzertniveau. Und Colette Maze – mit 107 Jahren die älteste Pianisten der Welt – ist ein wunderbares Beispiel dafür, welche Kraft in der Musik liegt.

Wie Horowitz hat auch Colette Maze offensichtlich früher mit dem Klavierspielen begonnen als erst mit 60. Die studierte Pianistin spielt bereits seit 100 Jahren Klavier und hat als Klavierlehrerin gearbeitet. Erst mit 84 Jahren brachte sie ihr erstes Album mit Klaviermusik heraus. Aber wer erst später mit dem Klavierspielen loslegt, muss ja nicht gleich eine Karriere als Konzertpianist*in anstreben. Denn vor allem steht dabei im Vordergrund, Freude am aktiven Musizieren zu erleben – eine tolle Erfahrung.
Das kontinuierliche Üben und Spielen sei auch für sie selber das Wichtigste, so erklärt sie im Thomann-Interview. „Denn es geht uns so vieles verloren, wenn wir es nicht pflegen: Repertoire, Spieltechnik sowie die Fähigkeit, frei aus dem Gedächtnis zu spielen.“ Das Wichtigste aber am Klavierspielen seien Gefühl und Sensibilität, sagt Colette Maze.
Interessant ist, dass sie vor allem Letzteres bei aller Spieltechnik und dem Wissen um Musik in den Vordergrund stellt. „Man muss in der Lage sein, seine Sensibilität für Musik der Spieltechnik hinzuzufügen“, betont sie, „Musik besteht nicht nur aus Noten und Skalen – und ist stark mit dem Singen und dem Tanzen verbunden.“
Menschen wie Colette zeigen, dass man im hohen Alter noch kreativ und musikalisch aktiv sein kann. Das Musikhaus Thomann führte ein Interview mit der Dame aus Paris. Eine bewegende Story, die einen zugleich motiviert, sich jeden Tag ans Klavier zu setzen, um zu üben und dabei zu bleiben.
Ein günstiges E-Piano kostet nicht die Welt. Für den Anfang muss es nicht das Beste vom Besten sein. Extrem preiswert kannst z.B. mit dem Thomann SP-120 anfangen. Es hat zwar keine Hammermechanik-Tastatur und auch nicht ganz den 88er Tastaturumfang wie ein Klavier. Aber für sogar weniger als 200,- Euro bekommst du einen prima Klavierklang, ein kräftiges Lautsprechersystem und sogar einen USB-Audio/MIDI-Anschluss, wo du Tablet, Smartphone oder Computer ganz einfach anschließen kannst. Optimal zum Lernen der ersten Töne auf einer Piano-Tastatur.
Keyboards sind grundsätzlich perfekte Anfängerinstrumente – prima für die ersten musikalischen Schritte, aber zum Klavierlernen völlig ungeeignet. Keyboard und Klavier gehören zwar zur Familie der Tasteninstrumente, es sind aber unterschiedliche Instrumente. Die kleinen leichtgängigen Plastiktasten können einen Klavieranschlag kaum vermitteln. Als Alternative zum akustischen Klavier bietet sich daher ein Digitalpiano an. Es hat anschlagdynamische Tasten mit einer Hammermechanik, die den Anschlag eines akustischen Pianos simulieren kann.
→ Mehr dazu: Keyboard oder Klavier?
Generell ist eine Klavierschule eine gute Idee für alle, die sich als totale Anfänger bezeichnen würden. Dabei bietet der konventionelle „Face2Face-Unterricht“ beste Voraussetzungen. Denn gerade zu Anfang ist es wichtig, auf die richtige Handhaltung zu achten. Zu schnell eigenet man sich eine fehlerhafte Fingerstellung und Körperhaltung an.
Online-Klavierschulen sind in der Regel weniger für Anfänger*innen im Kindesalter zu empfehlen. Einsteiger und Wiedereinsteiger im Jugendlichen- oder Erwachsenenalter hingegen finden sich in dem Angebot der Lektionen gut zurecht. Die Vorteile von Online-Klavierschulen: Man kann am Unterricht teilnehmen, wann immer man Zeit und Gelegenheit dazu hat – interessant vor allem für Berufstätige, Auszubildende und Studierende. Ebenso kann man Lektionen aus einem stilistisch breit gefächerten Angebot selber zusammenstellen.
Online-Klavierschulen arbeiten mit Abonnements, es gibt aber kurze Abo-Zeiträume für einen Monat oder sogar kostenlose Test-Angebote. Voraussetzung ist ein (kostenloser) Account bei der jeweiligen Online-Musikschule. Manche Lern-Apps wie Flowkey oder Simply Piano enthalten für die ersten Schritte Gratis-Lessons.
Online-Klavierschulen verfolgen ihre jeweils eigenen Konzepte. Auch wenn Sie auf den ersten Blick in Lernangebot und Handling recht ähnlich wirken, gibt es doch Unterschiede im Detail und auch im Repertoire. Die meisten Schulen funktionieren über den Internet-Browser, manche bieten auch eine eine (kostenlose) App für iPad und iPhone. Letzteres ermöglicht die Online-Schule Skoove, die auch die Teilnahme mit einem akustischen Klavier ermöglicht.
Eine interessante Funktion von Skoove: Die App hört mit und kann auch das Spielen der Schüler*innen analysieren, um die Lektionen zu kontrollieren. Das funktioniert nicht immer 100%ig, ist aber die Voraussetzung dafür, auch mit einem akustischen Klavier die Online-Lektionen zu machen. Skoove funktioniert außerdem mehrsprachig, erfordert aber auch vermehrt das Lesen von Bildschirm-Dialogen und Anweisungen.
Um die Lektionen zu kommunizieren nutzen die Lernportale verschiedene Möglichkeiten der visuellen Darstellung. Die Aktionen der Hände auf der Tastatur werden per Video visualisiert bei zeitgleich animierten Klaviernnoten. Am flexibelsten ist in dieser Hinsicht die Online-Klavierschule music2me. Hier gibt es noch eine Synthesia-ähnliche Pianorollen-Darstellung. Das beste Feature hier aber ist die Vermittlung der Lerninhalte als gesprochene Moderationen: So kann man sich voll und ganz auf Töne, Noten und seine Hände beim Spielen der Lektionen konzentrieren.
In Zeiten der Corona-Pandemie haben viele Klavierlehrer*innen und Musikschulen nach einer Möglichkeit gesucht, den Face2face-Unterricht online fortzuführen, da während der Lockdowns der Unterricht nicht mehr möglich war.
Inzwischen hat sich etabliert, auf diese Art des Unterrichts als weitere Möglichkeit auszuweiten oder parallel anzubieten. Praktisch z.B., wenn man – aus welchen Gründen auch immer – von zu Hause aus Klavierunterricht nehmen möchte. Ebenso haben sich Plattformen entwickelt, die eine Audio-Kommunikation in top Qualität ermöglichen oder sogar wie im Falle von Doozzoo auf Online-Musikunterricht spezialisiert sind.
Tipps, mit denen du den Online-Klavierunterricht sogar mit Skype verbessern kannst, findest du in diesem Ratgeber auf PIANOO.de: Online Klavierunterricht mit Skype & Co.
Es ist dein sehnlichster Wunsch, Klavier spielen zu lernen? Dann leg am besten gleich los! Und vergeude keine Zeit damit, über dein Alter nachzudenken! Es ist nie zu spät, ein Musikinstrument spielen zu lernen. Wichtig dabei: Leidenschaft und Gefühl für Musik.
Du glaubst, die Chance zum Supertalent hast du bereits verpasst? Das ist noch lange kein Grund, das Thema Klavierspielen ad acta zu legen, bevor du überhaupt angefangen hast. Früh übt sich, was ein Meister werden will – da ist wirklich etwas dran. Aber das heißt noch lange nicht, dass man es anstreben muss, ein neuer Mozart zu werden, um Spaß am Klavierspielen zu haben.
Es ist natürlich höchst individuell – grundsätzlich aber ist es eine gute Idee, erst einmal einfach loszulegen. Ob du dann komplett autodidaktisch lernen oder doch lieber Klavierunterricht nehmen möchtest, kannst du später immer noch entscheiden.
Im Internet gibt es viele kostenlose Videos, die für die ersten Schritte gute Tipps für Anfänger haben. Offenbar geht es vielen darum, möglichst schnell Klavier spielen zu können – Klavier spielen lernen in 8 Minuten verspricht das Video der Online-Musikschule music2me.de.
Es sollte einleuchten, dass es mehr als acht Minuten braucht, um Klavier spielen zu können. Aber das Video erklärt in dieser knappen Zeit tatsächlich alles, was man für die ersten Schritte am Klavier wissen muss – und lernt sogar das Beethoven-Stück Freude schöner Götterfunken, das im Video in stark vereinfachter Form Takt für Takt gezeigt wird.
Man wird kein neuer Einstein damit, aber es passiert ganz schön was im Gehirn, wenn man Musik macht. Das Erlernen eines Musikinstruments fordert mehrere Ebenen: Nicht nur das Gehirn muss neuen Stoff lernen, auch die Motorik und die Sinneswahrnehmung (Tast- und Gehörsinn) entwickeln sich dabei. Es ist ganz individuell, wie man dabei voran kommt, denn letztendlich hängt alles zusammen. Wenn man z.B. schnell Noten lernen kann, bedeutet das nicht gleich auch, dass man die Töne sofort auf die Tastatur bringt.
Es verhält sich ganz ähnlich wie mit dem Klavierspielen: Die Übung macht den Meister. Aber man braucht nicht Noten lesen zu können, wenn man Klavier spielen lernen möchte. Man muss nicht einmal Noten lesen können, um richtig gut Klavier zu spielen. Aber es schadet bekanntlich nicht, wenn man Noten lesen kann.
Mach‘ dir darum keinen Kopf! Es ist kein stumpfes Einpauken der Notenschrift – es ist eher „Learning by Doing“. Optimal ist es, wenn der Klavierunterricht gleich auch Noten vermittelt – was in den meisten der Fälle auch stattfindet.
Wenn man Noten lesen kann, hat man Zugriff auf ein riesiges Repertoire an Klavierstücken. Viele Digitalpianos mit Lernfunktion enthalten die wichtigsten Übungsstücke der Klavierliteratur, sodass man hier praktisch loslegen kann, nachdem das neue Instrument aus dem Karton gepackt wurde. In manchen Fällen liegen sogar Notenhefte dabei.
Bei dieser Frage sind zwei Dinge wichtig:
Wie oft man Klavier üben soll/muss, lässt sich kaum pauschal beantworten. Denn wie oft man Klavier übt, hängt von mehreren Faktoren ab: Wie viel Zeit steht einem zur Verfügung? Kann man nur zu bestimmten Tageszeiten üben? Und wie viel Zeit ist man überhaupt bereit, mit dem Klavierüben zu verbringen?
Eigentlich völlig klar doch: Man übt, um besser zu werden, um seine spielerischen Fähigkeiten auszubauen oder eben ein Klavierstück flüssig zu spielen. Wie man aber konsequent übt und wie es eigentlich funktioniert, das wissen oft sogar erfahrende Musiker*innen nicht so recht. Und wer noch nie ein Musikinstrument erlernt hat, wird es kaum wissen können.
Üben bedeutet, etwas zu spielen, das man (noch) nicht spielen kann. Es geht also konsequent betrachtet um das Spielen. Das sollte man immer in den Vordergrund stellen. Klavierübungen sind Training, Klavierstücke sind Musik.

Grundsätzlich ja – um den Klavieranschlag richtig zu erlernen, braucht man ein echtes Klavier. Digitalpianos aber haben sich neben dem Klavier zu einer eigenen Instrumentenkategorie entwickelt, die besonders für Anfänger eine Menge Vorteile bieten. Vor allem aber der Preis von Anfänger-Digitalpianos macht den Einstieg ins Klavierspielen leicht. Denn sogar unter 500 Euro bekommt man schon Instrumente, die in Klang und Spielgefühl überzeugen können. Ein wichtiges Ausstattungsmerkmale, auf das man großen Wert legen sollte: Eine Graded Hammermechanik-Tastatur mit skalierter Gewichtung.
→ Ratgeber: E-Piano vs. Klavier
Günstige Pianos für Anfänger kann man selbstverständlich auch gebraucht kaufen. Hier aber sollte man sich beraten lassen. Denn unter Umständen kann ein aktuelles Einsteiger-Digitalpiano in Tastatur und Klang eine bessere Qualität für sogar weniger Geld bieten. Beim Kauf eines gebrauchten akustischen Klaviers ist Sachkenntnis gefordert. In den zahlreichen Ratgeber-Artikeln auf PIANOO.de findest du die wichtigsten Tipps, worauf man beim Kauf achten sollte.
Ja. Grundsätzlich kann jeder Klavier spielen lernen – unabhängig vom Alter oder von musikalischen Vorkenntnissen. Entscheidend sind vor allem Motivation, regelmäßiges Üben und ein guter Einstieg. Viele Anfänger machen schneller Fortschritte, als sie selbst erwarten.
Nein. Musikalität entwickelt sich mit der Zeit. Auch Menschen ohne musikalische Vorerfahrung können Klavier spielen lernen. Durch regelmäßiges Üben trainiert man Rhythmusgefühl, Gehör und Koordination automatisch.
„Es braucht halt Talent!“ Das hört man immer wieder, aber Talent ist nur eine gute Ausgangsposition. Einen viel größeren Impact auf deine Fähigkeiten an den Tasten hat regelmäßiges Klavierüben. Wer sich nur auf sein Talent verlässt und glaubt, das Klavier üben überbewertet sei, wird irgendwann kaum mehr Fortschritte machen.
➡️ Warum Klavier üben mehr über Charakter verrät als über Talent.
Ja, hoffentlich doch das ganze Leben lang, denn es gibt keine schöne Erfahrung, als sich am Instrument immer weiter zu entwickeln. Wie schnell man Fortschritte macht, hängt vor allem von der Übungsroutine ab. Viele Anfänger können bereits nach wenigen Wochen einfache Lieder spielen. Nach einigen Monaten lassen sich oft schon bekannte Stücke oder Popsongs spielen, wenn man regelmäßig übt.
Musizieren hat vor allem mit Freude zu tun. Stundenlanges Üben ist für Anfänger die reinste Quälerei und bringt nicht viel. Ideal sind kurze, regelmäßige Übeeinheiten. Schon 10–20 Minuten täglich können ausreichen, um Fortschritte zu machen.
Ja, aber du solltest dich fragen, was dir am besten liegt: Willst du lieber ganz für dich sein? Dann ist eine Online-Schule eine gute Lösung. Und bei den ersten Schritten auf der Tastatur kann eine Lern-App auch Spaß machen. Wenn du den persönlichen Austausch bevorzugst, dann ist eine Musikschule ein guter Ort. Viele Anfänger lernen heute Klavier mit Online-Kursen, Apps oder Tutorials. Diese bieten strukturierte Lernprogramme und Übungen für Anfänger. Ein Lehrer kann jedoch zusätzlich helfen, Fehler früh zu korrigieren und die Motivation hochzuhalten.
Klavierunterricht ist nicht zwingend notwendig, aber sehr hilfreich, gerade bei den Anfängen. Viele Einsteiger beginnen zunächst autodidaktisch. Wer schneller Fortschritte machen möchte oder Wert auf eine saubere Technik legt, profitiert jedoch von professionellem Unterricht.
Notenkenntnisse können nicht schaden, aber: Nein. Es gibt fantastische Musiker*innen, die gar nicht Noten lesen können. Langfristig ist das Notenlesen sehr hilfreich, um neue Stücke schneller zu lernen.
Sowohl für Android- als auch iOS-Geräte werden Klavier-Apps angeboten, die alle versprechen, dass das Klavierspielen ganz leicht zu erlernen ist. Einige davon sind vielleicht geeignet, um die ersten Schritte in der Welt der Klaviertöne zu machen – manche bieten sogar Klaviersounds auf professionellem Niveau. Aber es sollte einleuchten, dass man auf der im Bildschirm dargestellten Klaviatur nicht wirklich spielen und üben kann. Egal, ob man hier mit Klavier, Keyboard oder Digitalpiano vergleicht – das pianistische Spielgefühl kann selbst der teuerste Tablet nicht vermitteln.
Als Ergänzung zum Digitalpiano sind Klavier-Apps allerdings prima geeignet. Einige Hersteller bieten sogar kostenlos Piano-Apps an, die zum einen die Funktionalität des Digitalpianos erweitern, zum anderen aber auch praktische Funktionen zum Lernen und Üben bieten, so etwa die App Smart Pianist von Yamaha oder die Roland Piano App. Nicht nur das Instrument lässt sich damit komfortabel bedienen – Smart Pianist bietet außerdem Zugriff auf Übungsstücke mit Notation und kann neuerdings sogar Noten als PDF konvertieren und vom Digitalpiano abspielen lassen. Bei den Übungsstücken kann man das Tempo nach Belieben einstellen und auch linke und rechte Hand getrennt einüben.
Eine Piano-App kann den Klavierunterricht nicht ersetzen, aber es ist eine sinnvolle Ergänzung zum Klavierlernen und Klavierüben. So gibt es z.B. einen Recorder, mit dem man seine Übungen aufnehmen kann, um das eigene Spiel zu kontrollieren.
Zu den wichtigsten Grundlagen gehören:
die Orientierung auf der Klaviatur
einfache Melodien
grundlegende Fingerübungen
einfache Akkorde
Rhythmusgefühl
Diese Grundlagen bilden die Basis für alles Weitere.
Der Einstieg ins Klavier ist relativ leicht, die wichtigste Lektion dabei ist: Ohne regelmäßiges Üben wird es dir kaum gelingen. Die ersten Töne, Melodien und Anfänger-Etüden oder Popsongs wirst du schnell spielen können. Schwieriger wird es später, wenn beide Hände unabhängig voneinander spielen sollen. Mit Geduld und regelmäßigem Üben lässt sich diese Herausforderung jedoch gut meistern.
Typische Anfängerfehler sind:
zu lange Übungseinheiten
falsche Handhaltung
zu schwierige Stücke
unregelmäßiges Üben
fehlende Geduld
Ein strukturierter Lernplan hilft, insofern ist man mit Klavierunterricht gut beraten. Erfahrene Musikpädagog*innen können sehr gut einschätzen, welcher Schwierigkeitsgrad für dich passt.
Ja, absolut. Viele Menschen beginnen erst im Erwachsenenalter mit dem Klavier. Erwachsene lernen oft sogar strukturierter und bewusster als Kinder.
Die Kosten hängen stark davon ab, welche Lernmethode man wählt:
Online-Kurse: oft ab ca. 10–20 € pro Monat
Klavierunterricht: etwa 80–150 € pro Monat
Instrument: Digitalpianos ab ca. 400 €
Die Koordination beider Hände ist für viele Anfänger eine Herausforderung. Aber auch das ist eine Frage der Übung. Wichtig ist, dass man alles Schritt für Schritt angeht. Vor allem kommt’s darauf an, welche Musik machen machen möchte. Einen Song am Klavier zu begleiten mit Bass in der linken und Akkorden in der rechten Hand, das kann man relativ schnell lernen. Komplizierte Passagen z.B. in der impressionistischen Werken von Debussy oder Ravel ist dann deutlich schwieriger, denn es ist rhythmisch und auch harmonisch komplex.
Sehr wichtig. Eine gute Sitzhaltung hilft dabei, entspannt zu spielen und Verspannungen zu vermeiden. Die Unterarme sollten etwa parallel zum Boden sein, und die Finger sollten locker auf den Tasten liegen.
Ganz ohne Instrument ist es schwierig. Wenn du nur wenig Platz hast, kann ein kompaktes Digitalpiano oder Piano-Keyboard nutzen.
Hier findest du Tipps dazu: Keyboard oder Klavier – was ist der Unterschied?
Beliebte Anfängerstücke sind einfache Melodien oder bekannte Kinderlieder. Auch viele Popsongs lassen sich in vereinfachten Versionen spielen.
Oder gibt es sogar vielleicht ein Standard-Repertoire, das man drauf haben sollte? Auf diese und andere Fragen gehen wir in unseren Podcast-Folgen ein:
Motivation bleibt am besten erhalten, wenn man:
regelmäßig übt
Stücke spielt, die man wirklich mag
kleine Fortschritte feiert
realistische Ziele setzt
So bleibt das Klavierlernen langfristig spannend und motivierend.
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