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Klaviertastatur einfach erklärt

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Wie funktioniert die Klaviertastatur? Viele Anfänger*innen glauben, dass dieses Rätsel zuerst gelöst sein will, bevor man mit dem Spielen beginnen kann. Alles Quatsch! Setz dich ans Klavier und leg erst einmal los! Ganz intuitiv. Oder spiel deine ersten Töne auf dem Online-Piano (s.o.). Die Theorie dazu findest du hier kurz erklärt. Solltest du ein elektronisches Keyboard mit Klaviertastatur suchen – auch da haben wir ein paar Tipps für dich.

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Vieles davon weißt du sicher bereits oder ahnst es zumindest, aber hier die reinen Fakten: Eine Klaviertastatur besteht aus weißen und schwarzen Tasten. Der tiefste Ton befindet sich auf der linken Seite, der höchste auf der rechten. Drückt man eine Taste herunter, erklingt ein Ton. Je schneller die Taste heruntergedrückt wird, desto lauter und heller klingt der Ton. Den Klavierklang können außerdem die Klavierpedale beeinflussen.

Eine virtuelle Klaviertastatur mit Tönen findest du im Internet oder in den zahlreich erhältlichen Piano-Apps für iOS und Android. Aber alles der Reihe nach.

Wenn du kein Klavier hast und ein akustisches Klavier nicht infrage kommt für dich, dann gibt es auch elektronische Instrumente mit Klaviertastatur, die zum Klavierspielen und -lernen durchaus geeignet sind. Der Klassiker ist hier das Digitalpiano, das es in verschiedenen Bauarten gibt: Homepiano, Portable Piano oder Stagepiano. Auch ein MIDI-Keyboard mit Pianotasten kann eine Alternative sein, wenn du mit einer Klavier-App oder einem Software-Piano spielen möchtest.

Wie viele Töne hat ein Klavier?

Insgesamt sind es 88 Tasten, aufgeteilt in 36 schwarze und 52 weiße Tasten. Für Einsteiger mag  das fürs erste kompliziert wirken, aber es ist tatsächlich sehr, sehr einfach. Denn im Grunde sind es ja nur 12 Töne, die man sich einprägen muss. Diese 12 Töne wiederholen sich in immer der gleichen Reihenfolge.

Klaviertastatur mit 88 Tasten (Quelle: Shutterstock)
(Quelle: Shutterstock)

88 Tasten, 12 Töne, 7 Oktaven

Korrekt bezeichnet wären diese 12 Töne als gleichwertige Halbtonschritte, und diese sind Bestandteil einer Oktave. Warum heißt es jetzt Oktave? Schließlich leitet sich der Begriff ab vom lateinischen „octava“ (die Achte) ab. Gemeint ist hier, dass die Oktave auf dem achten Ton einer diatonischen Tonleiter gebildet wird, aber damit befassen wir uns später.

Wichtig zu wissen ist erstmal, dass die 88 Tasten eine Wiederkehr aus 12 Tönen darstellen. Und auf keinen Fall muss man die gleich zu Anfang beherrschen. Denn die meisten Musikstücke werden in einer bestimmten Tonart gespielt, und die basiert jeweils auf einer bestimmten Tonleiter, bestehend aus nur sieben Tönen.

Wo ist das C auf der Klaviertastatur?
Wo ist das C auf der Klaviertastatur?

Wo ist das C? 

Da es 12 Töne gibt, existieren natürlich auch 12 Tonarten, in denen dann jeweils eine passende Tonleiter gebildet wird. Auch das funktioniert nach einem festen Schema, ist aber für den Anfang wirklich etwas kompliziert.

Als Einsteiger legt man erstmal mit der Tonart C-Dur los, die meisten Anfängerstücke für Klavier sind in C-Dur geschrieben. Um den Anfangston C zu erkennen, orientierst du dich an den schwarzen Tasten. Sie tauchen auf der Klaviertastatur immer abwechselnd als Zweier- und Dreiergruppen auf. Das C befindet sich immer links vor jeder Zweiergruppe.

Das C befindet sich immer am Anfang einer 2er-Gruppe der schwarzen Tasten.
Das C befindet sich immer am Anfang einer 2er-Gruppe der schwarzen Tasten.

Es ist die Tonleiter, die nur aus weißen Tasten besteht. Dies sind die Töne:

C – D – E – F – G – A – H

Auf das H – es befindet sich immer rechts von der Dreiergruppe der schwarzen Tasten – folgt dann wieder das C, nur eben erklingt es um eine Oktave höher als das C zu Beginn der Reihe. 

Eine kleine Übung für Anfänger

Wenn du beide Töne gleichzeitig spielst, dann wirst du einen gewissen Gleichklang feststellen. Dabei klingt der höhere Ton heller als der Ton, der eine Oktave tiefer liegt. Suche die anderen C-Töne auf der Klaviertastatur und spiele sie mal der Reihe nach und auch mal jeweils zwei Töne gemeinsam variiere die Oktav-Abstände!

Die C-Dur-Tonleiter besteht aus nur weißen Tasten.
Die C-Dur-Tonleiter besteht aus nur weißen Tasten.

H oder B? B oder Bb?

Verwirrend für Anfänger*innen: Für den siebten Ton der Tonleiter gibt es verschiedene Bezeichnungen. Im deutschsprachigen Raum wird dieser Ton H oder B genannt. Beides ist richtig, wobei die Bezeichnung „B“ besser korrespondiert zur Schreibweise der Halbton verminderten Töne. Beim „B“ wäre es dann der Ton „Bb“ – die schwarze Taste neben dem „B“ (oder eben H).

Mit dieser Vorgehensweise kannst du gleich auch die weiteren schwarzen Tasten benennen. Diese wären Ab (As), Gb (Ges), Eb (Es) und Db (Des). In diesem Zusammenhang taucht früher oder später der Begriff „Enharmonische Verwechslung“ auf, was hier jedoch nicht im Sinne eines Fehlers oder Irrtums zu verstehen ist. Vielmehr geht’s dabei um die Funktion der Töne in Bezug auf die Tonarten. Auf einem gleichförmig gestimmten Klavier sind die Halbtonschritte gleichklingend. Es macht hier also im Klang keinen Unterschied, ob du ein Gis oder ein Ab spielst. Es erklingt ein- und derselbe Ton. Nur ändern sich die Bezeichnungen in Bezug zur Tonart. In einer Kreuztonart wie A-Dur heißt der Ton links neben dem A eben Gis, in einer b-Tonart wie Es-Dur wird er als As bezeichnet.

Klavier lernen mit Paul McCartney

Wie einfach es ist, mit ein paar Akkorden tolle Musik zu machen und Songs zu spielen, das zeigt der Bassist von der legendären Band The Beatles in diesem Video. Er spielt einfach nur mit den weißen Tasten – faszinierend!

Paul McCartney's Piano Lesson

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Jetzt aber die Hauptsache: Klavierspielen!

Mit dem bis hierher Erlernten kannst du schon viele berühmte Melodien spielen. Hänschen klein zum Beispiel – der Anfängerklassiker schlechthin. Dagegen schon richtig premium ist das Stück Ode an die Freude von Ludwig van Beethoven. Auch diese Melodie braucht nur die Töne innerhalb einer Oktave.

Schau dir das Video von music2me an! Dort wird die Tastatur erklärt und du lernst das berühmte Stück von Beethoven spielen.

In 8 Minuten Klavier lernen mit music2me

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Klaviertastatur mit Notennamen beschriften?

Zuerst kann es vielleicht etwas dauern, um sich die Töne auf der Tastatur zu merken. Aber das C und die C-Dur-Tonleiter sind fürs erste eine gute Eselsbrücke. Für Kinder und Anfänger ist es aber durchaus leichter, wenn man die Klaviatur beschriftet. 

Für manche hilfreich: Aufkleber mit Notenbezeichnungen. (Bildquelle: music2me)
Für manche hilfreich: Aufkleber mit Notenbezeichnungen. (Bildquelle: music2me)

Wenn du die Klaviertastatur beschriftest, dann bitte nicht mit Kugelschreiber oder Textmarker direkt auf die Tasten schreiben. Beschriftbare Klebestreifen können schon mal helfen. Wer eine vernünftige Lösung dafür sucht: Die Online-Klavierschule music2me bietet ein Piano-Sticker-Set an. Es umfasst zwei Oktaven und berücksichtigt die weißen und schwarzen Tasten. Der Vorteil: Hier werden die Töne benannt und auch als Noten dargestellt.

Piano Noten Aufkleber / Sticker für Klavier
Piano Noten Aufkleber / Sticker für Klavier
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Klaviertasten mit Notennamen? Piano mit Lernfunktion

Für den Anfang sind die oben gezeigten Tastatur-Sticker eine einfache und praktische Lösung. Es dauert nicht lange, bis man die Töne bzw. Notennamen erlernt hat. Insofern kann man die Sticker irgendwann einfach entfernen. 

Bei Anfänger-Keyboards sind man in manchen Fällen die Töne aufgedruckt. Dann gibt es noch Keyboards sowie auch Digitalpianos mit Lernfunktion. Hier lernt man anhand eines LED-Guide-Systems die Töne zu treffen. Einige Digitalpiano Hersteller bieten auch spezielle Apps an, die die Funktionen des E-Pianos ergänzen und Funktionen zum Lernen und Üben zur Verfügung stellen. Erwähnenswert sind in diesem Zusammenhang Yamaha Smart Pianist, Roland Piano Partner sowie Casio Chordana Play.

Sind die Tastaturen von Keyboard und Piano verschieden?

Egal, ob Keyboard oder Digitalpiano, selbst bei einer Melodica ist die Anordnung der Tasten im Prinzip genauso wie bei einem Klavier. Dennoch sind die Unterschiede groß. Es ist ein bisschen so wie bei Akustikgitarre und E-Gitarre. Das Tonsystem ist im Prinzip überall gleich, aber Klang, Spielgefühl und Spieltechnik unterscheiden sich.

Keyboard, E-Piano und Klavier gehören zur Kategorie der Tasteninstrumente. In diesem Zusammenhang beschäftigt viele daher die Frage, ob man auf einem Keyboard oder auf einem Klavier lernen sollte und ob man auf einem Digitalpiano den Klavieranschlag üben kann.

Piano-Keyboards für Kinder

Für Kinder kann – je nach Alter – die Anschaffung eines Keyboards für den Anfang eine gute Lösung sein, wenn die Hände für Klaviertasten noch nicht groß und kräftig genug sind. Für diesen Fall gibt es auch spezielle Piano-Keyboards mit einer semi-gewichteten Klaviatur. In Größe und Form Klaviertasten recht ähnlich spielen sich diese Tastaturen aber deutlich leichter. Außerdem sind diese Instrumente in der Regel preiswert.

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Für Anfänger ein leistungsstarkes Piano-Keyboard: Roland Go:Piano (Bildquelle: Roland)

Empfehlenswerte Keyboards mit Piano-ähnlichen Tasten bekommt man von Casio, z.B. das CTK-X5000. Als Digitalpiano in Keyboard-Form ist das Roland Go:Piano ein guter Tipp, es gibt davon sogar eine 88er Variante. 

casio-ct-x-5000
Keyboard mit Piano-ähnlichen Tasten: Casio CT-X5000

Tipp: Einsteiger-Piano

Der Einsteiger-Tipp ist das Casio CDP-S110 – es bietet eine eine im Umfang komplette Klaviertastatur, welche dank leichter Gewichtung auch für Einsteiger gut spielbar ist. Dennoch bekommt man hier eine hochwertige Klaviatur mit Hammermechanik und Ivory-Feel-Oberfläche.

Casio CDP-S100 - Piano der Compact-Klasse
Casio CDP-S100: Das kompakte Einsteiger-Piano bietet zum kleinen Preis eine gute Tastatur mit Hammermechanik und Ivory-Feel-Oberfläche. (Bildquelle:Casio)
Casio CDP-S110 WH
Casio CDP-S110 WH
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(11)

Welche Klaviertastatur zum Üben?

Für Anfänger*innen aller Altersstufen eine wichtige Frage – vor allem, wenn man sich noch nicht sicher ist, welches Instrument man kaufen soll. Optimal ist ein akustisches Klavier, ist dies aber nicht möglich, dann kann man mit recht preiswerten Einsteiger-Digitalpianos den Klavieranschlag recht gut nachempfinden. Auf PIANOO.de findest du ein paar Artikel, die dir helfen, falls du noch kein Instrument hast.

Klaviertastatur als Piano-App

Auch hier ist das Spielgefühl natürlich sehr anders als bei einem echten Piano. Aber auch mit Piano-Apps kann man natürlich die ersten Töne auf der Klaviertastatur lernen. Einen guten Einsteig ermöglicht hier die App Simply Piano. Die App ist kostenlos erhältlich für iOS und Android-Geräte und bietet für den Anfang sogar kostenlose Piano-Lektionen, mit denen man gleich loslegen kann.

Wer auf Lektionen verzichten kann und einfach nur einen schönen Klavierklang haben möchte, sollte sich die Klavier-App Ravenscroft 275 einmal anschauen. Sie ist mit knapp 40,- Euro nicht gerade umsonst, dafür bekommt man aber einen wirklich professionell klingenden Konzertflügel inklusive virtueller Tastatur.

Paglano: Einfach und effektiv lernen wo die Töne auf der Klaviertastatur sind. Paglano ist für iOS erhältlich.
Paglano: Einfach und effektiv lernen wo die Töne auf der Klaviertastatur sind. Paglano ist für iOS erhältlich.

Klaviertastatur und Noten lernen: Paglano

Hier noch ein Tipp für eine App, die beim Lernen der Klaviertasten und Noten hilfreich sein kann. Paglano unterscheidet sich von anderen Klavier-Lernprogrammen, indem die App sich auf das Lernen der Töne konzentriert. Ein wirklich guter und praxisnaher Ansatz: Während das Spielen über eine virtuelle Tastatur im Bildschirm kaum hilfreich ist, kann man aber mit Paglano überall dort Noten und Klaviertöne lernen, wo man unterwegs die Zeit dazu findet.

Bei Paglano steht Spielspaß im Vordergrund: Die App ist ähnlich wie ein Computerspiel aufgebaut und motiviert. Man beginnt beim absoluten Anfänger-Level und steigert das Niveau mit immer weiteren Aufgaben. Erst einmal geht es darum sich einzuprägen, wo die Töne auf der Klaviertastatur liegen und wie die jeweils zugehörigen Noten geschrieben werden – sowohl für die linke als auch für die rechte Hand.

>>> Mehr Infos zu Paglano.

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