Die 5 schönsten Klavierwerke von Robert Schumann stammen mit einer Ausnahme aus einer sehr kreativen Phase seines Lebens, die 1838 begann. Da er den Beruf des Pianisten aufgrund seiner gesundheitlichen Probleme zu diesem Zeitpunkt schon mehrere Jahre aufgegeben hatte, öffnete er sich kompositorisch zunehmend anderen Instrumenten und Gattungen. Er nutze seine Zeit für musikalische Analysen und kompositionelle Studien, was natürlich auch seine Klaviermusik reifen ließ, die er noch immer schrieb, aber leider nicht mehr selbst spielen konnte.
Trotz oder genau wegen all seiner weltlichen Schwierigkeiten ist Schumanns Musik von außergewöhnlicher Schönheit, Grazie und Emotionalität durchzogen. Während Zeitgenosse Liszt von Paganinis teuflischem Geigenspiel angetrieben immer weiter Richtung Virtuosität strebt, scheint sich bei Schumann aufgrund seiner tragischen Limitierungen eine entgegengesetzte Entwicklung der Einkehr und Selbstfindung zu ereignen. Die Tiefe seiner musikalischen Poesie sucht Ihresgleichen und ist in den 5 schönsten Klavierwerken von Robert Schumann eindrucksvoll hörbar.