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VST – Software-Schnittstelle und Recording-Revolution

  • VST steht für Virtual Studio Technology und ist eine Entwicklung des deutschen Software-Herstellers Steinberg.
  • Die Software-Schnittstelle für Plug-ins wurde mit Erscheinen der Sequenzer-Software Cubase VST Mitte der 1990er-Jahre zum ersten Mal vorgestellt. Seitdem wurde die Software weiterentwickelt – aktuell in Gebrauch sind VST2 und VST3.
  • Einer der Vorteile von VST: Echtzeit-fähige Audio-Plug-ins können nativ ohne zusätzliche DSP-Hardware mit dem Prozessor herkömmlicher Computer realisiert werden. 
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(Foto: Jörg Sunderkötter)
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VST steht für Virtual Studio Technology. Die von Steinberg entwickelte Software-Schnittstelle kam mit Cubase VST bereits 1996 auf den Markt und sollte die digitale Musikproduktion nachhaltig verändern. Auch heute noch ist VST der Standard für Plug-ins und Software-Instrumente.

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Eine riesige Auswahl von Musikwerkzeugen steht uns heute als VST-Plug-ins zur Verfügung – vom Audio-Effekt für die Musikproduktion bis zu virtuellen Drum-Sets, Synthesizern und Konzertflügeln. Verglichen mit den heutigen Plug-ins waren die Möglichkeiten damals eher bescheiden. Die Plug-ins entwickelten sich aber in rasanter Geschwindigkeit weiter. Auch bei den Piano-VST mischte Steinberg ganz vorne mit und veröffentlichte mit The Grand eines der ersten Software-Pianos.

Steinberg Cubase VST war der erste Software-Sequenzer, der ein komplettes Musikstudio mit nativen Software-Plug-ins im Computer möglich machte. Nativ bedeutet hier, dass die Instrumente in Echtzeit ohne zusätzliche DSP-Hardware funktionierten. Diese Möglichkeit bestand in den 1990er-Jahren bereits mit den Pro-Tools-Systemen von Digidesign (heute Avid). Damals war DSP-Hardware sehr kostspielig – kaum verwunderlich also, dass Steinbergs neue Software-Schnittstelle binnen weniger Jahre zu einer regelrechten Audio-Revolution wurde.

Native Plug-ins für alle

Der eigentliche Clou: Mit der Virtual Studio Technology legte Steinberg nicht nur den Grundstein für modernes Recording mit dem Computer, so wie wir es heute tagtäglich nutzen. Der große Erfolg begründet sich auch dadurch, dass Steinberg die technische Spezifikation frei zugänglich machte. Nicht Steinberg allein, sondern praktisch jeder konnte Plug-ins für den Musikrechner entwickeln. Es begann die Zeit, in der gefühlt täglich neue Plug-ins im Netz auftauchten – nicht immer mit bahnbrechend neuen Ideen, aber durchaus mit verrückteren Möglichkeiten.

Der Steinberg-Standard wird von (fast) allen Sequenzer-Programmen auf Mac und PC unterstützt. Die einzige Ausnahme macht Apple Logic Pro – hier können nur Audio Units (AU) genutzt werden – das Plug-in-Format für den Mac.

VST2 und VST3

Aktuell sind zwei VST-Versionen in Gebrauch. VST2 gibt es schon recht lange. Grundsätzlich jedes Plug-in unterstützt dieses Schnittstellen-Format. Am fortschrittlichsten ist VST3, das einige in der Praxis nützliche Verbesserungen bietet. Die Gesamtleistung der Host-Software (DAW) wird verbessert, da VST3-Plug-ins nur dann Rechenpower kosten, wenn sie tatsächlich auch Audio-Daten verarbeiten. Ebenso praktisch ist die dynamische Ein- und Ausgangskonfiguration: VST3-Plug-ins können sich je nach Spurtyp automatisch auf stereo, mono oder mehrkanalige Formate (Surround) einstellen. 

Eine musikalisch sehr interessante Anwendung ist die flexible Anwendung von MIDI-Controllern. Man kann jede einzelne gespielte Stimme gesondert automatisieren und z.B. im Stereo-Panorama positionieren oder etwa mittels Mikrotuning intonieren. Das eröffnet völlig neue musikalische Ausdrucksmöglichkeiten in der digitalen Musikproduktion.

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