Das Problem: Filmmusik ist oft nicht für Klavier gedacht
Wenn du schon einmal versucht hast, ein Stück von Hans Zimmer oder anderen Filmkomponisten nachzuspielen, kennst du das wahrscheinlich:
Du hörst ein beeindruckendes Stück, suchst nach Noten und findest entweder gar nichts oder eine Version, die kaum spielbar ist.
Der Grund dafür ist einfach: Filmmusik erfüllt zunächst eine andere Aufgabe als ein Klavierstück. Sie unterstützt die Handlung eines Films und begleitet Bilder, erzeugt Atmosphäre und wird gezielt als non-visuelles dramaturgisches Element eingesetzt.
Oft besteht Filmmusik aus vielen Schichten: Ein komplexer Klangkörper ist bereits das Orchester und doch werden zusätzlich noch Soundeffekte und Synthesizer eingesetzt, ebenso Chöre, Percussion etc. Und es gibt nicht selten mehrere Melodie-Ebenen.
Schreibt man all diese Stimmen 1:1 für Klavier auf, entsteht häufig ein Arrangement, das technisch extrem anspruchsvoll oder schlicht unspielbar wird.
Deshalb ist der erste wichtige Gedanke: Eine gute Klavierbearbeitung ist keine Abschrift der Filmmusik, sondern eine Neuinterpretation für das Instrument.