Vom Zuschauer direkt ins Orchester
Unter rund 2000 Besuchern meldete sich der 21-jährige Student Sterling Nasa. Auf die Idee gebracht hatte ihn seine Begleitung, die ihn ermutigte, sich zu melden. Wenige Minuten später saß Nasa bereits im Orchestergraben – vor einem Instrument, das er zuvor noch nicht gespielt hatte.
Die Herausforderung war enorm: Er musste komplexe Orchesterstimmen auf einer Celesta vom Blatt spielen und sich ohne Probe in ein laufendes Konzert einfügen. Trotzdem meisterte der Student die Aufgabe unglaublich souverän.
Ein Solo ohne Netz und doppelten Boden
Besonders spektakulär wurde es bei einem anspruchsvollen Synthesizer-Solo, jenem Part, den im Film Ryan Goslings Figur spielt. Für ein genaues Studium der Noten blieb nämlich keine Zeit, also entschloss Nasa das Solo kurzerhand zu improvisieren.
Die spontane Einlage kam beim Publikum hervorragend an und wurde mit lauten Applaus gefeiert. Aus einem potentiellen Problem für die Produktion wurde so einer der denkwürdigsten Momente des gesamten Abends.
Diese Geschichte zeigt eindrucksvoll, wie wichtig Fähigkeiten wie Sight-Reading für Musiker sein können und dass manchmal nur eine einzige Person genügt, um eine ganze Show zu retten.