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USB-MIDI-Host – Adapter-Lösungen für E-Piano im Test

Einfache Lösung für USB-MIDI auf DIN-MIDI: Behringer Go MIDI Host (Bildquelle: J. Sunderkötter)
Einfache Lösung für USB-MIDI auf DIN-MIDI: Behringer Go MIDI Host (Bildquelle: J. Sunderkötter)
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Darum geht’s

Elektronische Musikinstrumente haben MIDI – zumindest die meisten. Allerdings existieren unterschiedliche Anschlussformate. Um diese in Einklang zu bringen, lohnen sich USB-MIDI-Host-Adapter in vielerlei Hinsicht.
➡️ Die besten Host-Adapter im Überblick…

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USB-MIDI ist sehr praktisch, wenn man Instrumente direkt mit einem Musikcomputer verbinden möchte. Aber wie schließt man MIDI-Geräte an, die mit klassischen 5-Pol-DIN-Buchsen ausgestattet sind? Die Lösung heißt: USB-MIDI-Host. Aber wie funktioniert’s und was kostet es?

Na klar: Wer braucht denn heute noch die alten MIDI-Stecker? Das geht doch viel moderner und ganz praktisch mit nur einem USB-Kabel oder sogar ganz ohne Kabel via Bluetooth. Das stimmt auch soweit, aber es gibt dennoch etliche Geräte auf dem Markt – vor allem im Gebrauchtmarkt -, die mit den alten MIDI-Buchsen ausgerüstet sind.

Das Problem: Inkompatibilität

Weniger ist damit der MIDI-Standard selber gemeint – dieses Datenprotokoll wird überall gleichermaßen genutzt. Es geht hier wirklich nur um die Anschlüsse und damit selbstredend auch die Art der Datenübertragung. Den USB-Stecker abzuschneiden, um dann einen 5-Pol-Stecker an das Kabelende zu löten, bringt rein gar nichts. Die Daten müssen „übersetzt“ werden, um in beide Richtungen zu funktionieren.

Dafür müsste man eigentlich einen Computer zwischenschalten, der das DIN-MIDI-Gerät über ein MIDI-Interface steuert. Die Verbindung wird dann Software-seitig über die Tracks einer DAW oder ein Host-Programm hergestellt. Klingt kompliziert und ist es auch. Zumindest für alle, die einfach nur zwei Geräte mit einander verbinden möchten – z.B. das E-Piano mit einem Sound-Expander oder Piano-Modul.

Beide Kabel können MIDI-Daten übermitteln, funktionieren aber nicht zusammen ohne einen MIDI-Host-Adapter.
Beide Kabel können MIDI-Daten übermitteln, funktionieren aber nicht zusammen ohne einen MIDI-Host-Adapter.

USB-MIDI vs. 5-Pol-DIN

Praktisch ist USB-MIDI allemal. Denn man spart damit ein Kabel und ein MIDI-Interface – und nicht zuletzt die Frage: Gehört das nun in MIDI-In oder MIDI-Out? Ganz richtig: Das „alte“ MIDI-System sieht zwei Anschlüsse vor, um die beiden Datenwege zwischen Ein- und Ausgängen herzustellen. Über ein USB-Kabel werden MIDI-In- und Out gemeinsam – oder: bi-direktional – zwischen Computer und E-Piano ausgetauscht.

Außerdem sind MIDI-Anschlüsse bei Computern eine Seltenheit. Vielmehr sind hier USB-Anschlüsse vertreten – sogar unterschiedliche, was die Sache nicht leichter macht. Aber es gibt ja für alles Adapter – so auch für die MIDI-Verbindung zwischen USB-MIDI und DIN-MIDI. Dafür gibt es USB-MIDI-Host-Adapter.

Was kostet ein USB-MIDI-Host?

Wirklich nicht viel, wenn man einfachere Geräte nutzen möchte. Aber selbst die flexibleren unter den Kleingeräten kosten nicht die Welt und als kleine MIDI-Helfer immer sehr nützlich. Die Preisspanne reicht von 25,- Euro bis etwa 120,- Euro. Wer ein Maximum an Funktionalität und Flexibilität sucht, sollte um die 500,- Euro einplanen.

Wann ist ein USB-MIDI-Host sinnvoll?

Jedes E-Piano ist ja auch ein MIDI-Masterkeyboard und insofern die beste Möglichkeit, um das Spielgefühl einer Hammermechanik-Tastatur auf andere MIDI-Instrumente zu übertragen. In der Regel ist das wie schon gesagt ein Computer mit einer DAW. Aber möchte man den mitschleppen, nur um etwa ein Soundmodul bei einem Gig zusätzlich zu nutzen? Das geht einfacher mit einem USB-MIDI-Host.

Einen USB-MIDI-Host anschließen

Hier geht es nun darum, eine simple MIDI-Verbindung von USB-MIDI auf DIN-MIDI herzustellen. USB-MIDI-Host-Adapter könnte man auch als „Standalone“-MIDI-Interface bezeichnen. Sie funktionieren am Computer, aber eben auch ganz ohne diesen.

Wenn man einen USB-MIDI-Host standalone nutzen möchte, dann muss man diesen auch mit Strom versorgen. Bei manchen Geräten braucht’s dafür dann ein extra Netzteil, andere wiederum ermöglichen die Stromversorgung via USB-C.

So ist das CME H2MIDI Pro ein umfangreiches MIDI-Interface, das bis zu acht In/Out-Konfigurationen erlaubt und USB-A, USB-C, MIDI-In- und -Out. Strom bezieht es entweder über die USB-C-Buchse oder einen 9V-Anschluss im (Gitarren-)Pedalboard-Format. Das Kenton MIDI USB Host mk3 ist dann wiederum einfacher, benötigt aber das mitgelieferte 5V-Netzteil, das in Form eines Micro-USB-Steckers angeschlossen werden will.

USB-MIDI-Hosts – welche lohnen sich?

Es kommt ganz darauf an, was man von einem USB-MIDI-Host erwartet. Möchte man wirklich nur eine einfache Verbindung zu einem Soundmodul herstellen, dann muss man nicht mehr als 25,- Euro ausgeben. Hier wäre unser Tipp das Behringer USB MIDI Go – ein wirklich kleines Gerät im Kunststoffgehäuse, das aber einen stabilen Eindruck macht.

Behringer Go MIDI Host

Für die Wandlung von USB-A benörigt wird ein kleiner OTG-Adapter.

Es ist das kleinste und günstigste Gerät unter den zahlreich angebotenen USB-MIDI-Host-Adaptern. Es bietet MIDI-In und -Out sowie zwei USB-C-Anschlüsse. Bei den meisten E-Pianos wird allerdings (noch) das alter USB-A/B-Kabel genutzt. Also benötigt man noch einen OTG-Adapter – Kostenpunkt: ca. 3,- Euro.

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Behringer Go Midi Host
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Thomann USB C to USB A OTG Adapter
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CME USB-MIDI-Host-Adapter

USB-MIDI Host: CME H4MIDI WC (BIldquelle: CME)
USB-MIDI Host: CME H4MIDI WC (BIldquelle: CME)

Sind umfangreichere Setups im Spiel, dann sind die flexibleren – und noch immer günstigeren – Geräte von CME ein Tipp. Über einen externen USB-Hub können sie bis zu acht USB-MIDI-Sendegeräte auf verschiedene MIDI-Kanäle des DIN-MIDI-Wegs routen. Diese Einstellungen lassen sich mit einer Editor-Software HxMIDI Tools vornehmen, die CME kostenlos zur Verfügung stellt. Konfigurationen können als Presets im Gerät gespeichert werden.

Der CME H4MIDI WC bietet dann zwei DIN-MIDI-Ports, und außerdem einen Ausspielweg für Wireless-MIDI-Geräte von CME. Der kleinere CME H2MIDI Pro bietet dann MIDI-In und -Out, USB-A (auch hier bis zu acht Geräte!) und USB-C.

USB-MIDI-Host: CME H2MIDI Pro (Bildquelle: CME)
USB-MIDI-Host: CME H2MIDI Pro (Bildquelle: CME)
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CME H4MIDI WC
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CME H2MIDI Pro
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CME H12MIDI Pro
CME H12MIDI Pro
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Noch mehr geht mit dem CME H12MIDI Pro – ein standalone MIDI-Router/Filter/Mapper. Jeder der 6 USB-C-Ports kann über USB-Hubs erweitert werden und ist mit einem MIDI-In- und -Out im TRS-Format verknüpft. Und dennoch ist der H12MIDI Pro noch immer sehr handlich. Über die HxMIDI Pro Software lassen sich Routings inklusiver Mappings und MIDI-Filter konfigurieren und im Gerät speichern. Für umfangreiche Setups wird hier eine sehr flexible Lösung geboten. Preis: ca. 200,- Euro.

Website des Herstellers: www.cme-pro.com

Der CME H12MIDI Pro vereint auf kleinstem Raum hohe Flexibilität: Über sechs USB-Ports können eine Vielzahl von USB-MIDI-Controllern mit MIDI-Geräten via TRS-MIDI verbinden werden. Das Routing lässt sich per Editor-Software erstellen und im Gerät speichern. (Bildquelle: CME)
Der CME H12MIDI Pro vereint auf kleinstem Raum hohe Flexibilität: Über sechs USB-Ports können eine Vielzahl von USB-MIDI-Controllern mit MIDI-Geräten via TRS-MIDI verbinden werden. Das Routing lässt sich per Editor-Software erstellen und im Gerät speichern. (Bildquelle: CME)

Anschluss per USB-A

Einfacher wiederum sind die Geräte von Miditech und Kenton, die aber im Preis etwas höher sind als das Behringer Go MIDI Host. Praktisch jedoch: Man kann beim Kenton sowie beim Miditech direkt das übliche USB-A-Kabel anschließen.

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Miditech USB MIDI Host
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Kenton Midi USB Host
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Conductive Labs MRCC – MIDI-Routing ohne Computer

USB-MIDI-Host für jede Eventualität: Umfangreiches MIDI-Routing ermöglicht der Conductive Labs MRCC. Bildquelle: Conductive Labs)
USB-MIDI-Host für jede Eventualität: Umfangreiches MIDI-Routing ermöglicht der Conductive Labs MRCC. Bildquelle: Conductive Labs)

Wer hingegen das beste und leistungsfähige braucht, muss schon etwas mehr investieren. Das MRCC des US-amerikanischen Herstellers Conductive Labs bietet die ganze Welt der MIDI-Verbindung in einem Gerät. DIN-MIDI, USB-MIDI, MIDI TRS-A und TRS-B. Hier gibt es sechs MIDI-Eingänge und 12 MIDI-Ausgänge. Ein Computer (via USB-A) und zu vier USB-MIDI-Geräte können dann mit den MIDI-Ein- und Ausgängen (DIN, TRS) verbunden werden, was sich im Gerät über eine Matrix routen lässt. An der Seite ausgeführt findet man dann sogar noch einen Clock-Anschluss. Hier wurde wirklich an alles gedacht, aber das MRCC hat auch seinen Preis (ca. 530,- Euro).

Website des Herstellers: https://conductivelabs.com

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Conductive Labs MRCC
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Fazit: Praktische Lösungen für kleine und große MIDI-Probleme

Vom einfachen MIDI-Interface für unterwegs bis zu umfangreichem „DAW-less MIDI-Routing“ gibt es für die meisten Anforderungen das passende Zubehör in diesem Anwendungsbereich. MIDI-Verbindungen, für die man eigentlich einen Computer benötigen würde, lassen sich so relativ einfach bewerkstelligen.

Einen USB-MIDI-Host-Adapter sollte man auf jeden Fall in seinem Live-Equipment haben, sofern man MIDI-Geräte mit den alten DIN-Buchsen dabei hat. Ob man dann so eine Allzweck-Maschine wie den MRCC braucht ist fraglich, aber immerhin ist man damit gegen wirklich alle Format-Probleme gerüstet.

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