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5 beeindruckende Klavier-Performances von Swjatoslaw Richter

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Diese 5 beeindruckenden Klavier-Performances von Swjatoslaw Richter sind erstaunlicher, als man auf den ersten Blick vermuten mag. Immer wieder hört man das von Musikern, die sich das Klavierspielen selbst beigebracht haben und das Instrument durchaus überzeugend spielen können.

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Mit Richter soll auch einer der größten und virtuosesten Pianisten des 20. Jahrhunderts zu diesem Kreis gehören, was schlichtweg unmöglich erscheint. Er soll als Kind kaum regelmäßigen Unterricht erhalten haben, da sein Vater aber als Organist und Chorleiter arbeitete, ist das vielleicht nur ein Gerücht. Die Idee fasziniert trotzdem.

Was man Richter aber auf keinen Fall absprechen kann, ist, dass er bereits mit 15 Jahren als begleitender Pianist arbeitete und Korrepetitor an der Oper seiner Heimatstadt Odessa wurde. So kam er schon früh in Kontakt mit zahlreichen Komponisten und Werken.

Vielleicht ist es diesem außergewöhnlichen Musiker später deshalb so gut gelungen, sich in den Klavierstücken zu verlieren, die er so beeindruckend intensiv und ernst spielte. Zumindest perfektionierte er an der Oper offensichtlich sein Blattspiel, denn er dürfte bis heute der einzige Pianist sein, der auf der Bühne Beethovens Sonaten oder Chopins Etüden nach Noten gespielt hat. Diese faszinierende Künstlerpersönlichkeit wollen wir nun mit 5 beeindruckenden Klavier-Performances Tribut zollen.

#1 Beethoven – Sonate No.23 in f-Moll „Appassionata“

Beethovens Appassionata ist ein tolles Beispiel dafür, wie vielseitig und höchst musikalisch Richters Klavierspiel war. Er beginnt den ersten Satz sehr mysteriös und wiegt den Zuhörer damit in friedliche Sicherheit. Die Anzeichen einer Stimmungsänderung häufen sich und ersetzen Erleichterung allmählich mit Vorahnung. Urplötzlich wird aus dem großen Fragezeichen Gewissheit und ein musikalischer Sturm bricht über den Hörer herein.

Die Kraft und klangliche Gewalt, die Richter in die Fortissimo-Akkorde und in die massive Sechzehntelstelle nach den langen Trillern legt, ist einzigartig. Der Pianist erschafft damit denkbar weit auseinanderliegende musikalische Pole. Genau so muss sich, der beim Komponieren der Sonate bereits schwerhörige Beethoven, seine Musik klanglich wohl vorgestellt haben.

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#2 Chopin – Revolutionsetüde

Auch die zweite Performance strotzt nur so vor Kraft und Vehemenz. Chopins berühmte Revolutionsetüde verlangt vom Pianisten den unnachgiebigen und existenziellen Klang einer politisch und gesellschaftlich stürmischen Zeit. Bei aller Gewalt, die Richter in seine Live-Interpretation legt ist pianistisch besonders interessant, dass seine Hände dabei stets völlig relaxt und entspannt sind, egal ob er schnelle Läufe oder massive Akkorde spielt. Ein Zeugnis seiner vorbildlichen und natürlichen Technik. Hinzu kommt sein künstlerischer Mut, sich bei der Aufführung eines solchen Stücks auf Noten zu verlassen. Wer plant, sich dieses Werks musikalisch bald anzunehmen, kann im folgenden Video den Notentext mitlesen.

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#3 Rachmaninow – Prelude op.23 No.5

Richters Potential im Umgang mit Musik russischer Komponisten ist naheliegend und auch Rachmaninows Prelude op.23 No.5 verleiht er eine musikalische Tiefe und Ernsthaftigkeit, für die der Pianist hinlänglich bekannt ist und die bei russischer Musik natürlich besonders gut passt. Die Komposition ist mit „Alla marcia“ überschrieben und Richter spielt sie tatsächlich auch in der Art eines Marsches, besonders hörbar im Forte der Takte 5 und 6.

Den ruhigen und kontrastreichen Mitteteil interpretiert der Ausnahmepianist umso lyrischer und sehnsüchtiger und verstärkt damit das Wechselbad gegensätzlicher Gefühle, auf dem romantische Musik oft basiert. Während viele Pianisten das Ende des Stücks recht schnell gestalten, hören wir hier einen entschleunigenden Schluss mit fragendem Charakter.

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#4 Ravel – Jeux d’eau

Einen Einblick in den impressionistischen Ausdruck von Swjatoslaw Richter erhalten wird durch Ravels Jeux d’eau. Der russische Musiker setzt das Stück in einen scheinbar kühlen Rahmen, der anfangs mechanisch wirkt, mit der Zeit aber immer mehr eine geheimnisvolle Emotionalität offenbart, die ihren Höhepunkt im hitzigen Mittelteil der Komposition findet.

Richter infundiert Ravels Wasserspiele mit seiner einzigartigen musikalischen Sprache, so gelingt ihm eine leidenschaftliche und völlig überzeugende Darstellung natürlicher Elemente, die eben gerade von ihrem teilweise rasanten Tempo lebt.

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#5 Chopin – Etüde op.10 No.4

Einen besseren Abschluss der 5  beeindruckenden Klavier-Performances von Swjatoslaw Richter als der, den uns Chopins Etüde op.10 No.4 bietet, kann es nicht geben. Das Werk trägt nicht umsonst den Beinamen Torrent, das man mit „reißender Strom“ oder „Sturzfluss“ übersetzen kann. Schon im ersten Video spielt Richter das Stück nicht nur nach Noten, sondern auch wieder mit dieser unvergleichlichen Intensität und Leidenschaft, die wir in jeder seiner Performances gehört haben.

Was er dann aber im zweiten Video zu Gehör bringt, kann nur als musikalische Naturgewalt bezeichnet werden. Selbst in diesem schier unmenschlichen Tempo ist sein Klavierspiel von beeindruckender Leichtigkeit und Präzision geprägt, die Swjatoslaw Richters Klavier-Performances prägen.

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