Motivationsverlust ist völlig normal
Viele denken in solchen Momenten, dass ihnen einfach die Disziplin fehlt oder dass sie „nicht genug wollen“. Ich habe früher auch oft gedacht, dass mit mir etwas nicht stimmt, wenn ich keine Lust hatte zu üben. Schließlich sind Künstler, die keine Lust auf ihr Instrument haben eher selten zu sehen. In Wirklichkeit ist Motivationsverlust aber etwas, das fast jeder Klavierspieler erlebt. Ganz egal ob Anfänger oder Fortgeschrittene.
Wichtig ist: Motivationsverlust ist kein Dauerzustand, sondern von vielen Faktoren abhängig. Darunter zählen beispielsweise das Stresslevel im Alltag, ob man Fortschritte macht oder auch ob einem das Stück überhaupt gefällt. Gerade beim Klavierspielen gibt es immer wieder Phasen, in denen man das Gefühl hat, nicht weiterzukommen und das kann extrem frustrierend sein und schnell die Freude am Musizieren nehmen.
Auch wenn man in so einer Phase steckt, bedeutet das nicht, dass man schlecht spielt oder dass man das Klavierspielen nicht kann. Ich habe über die Jahre gelernt, dass solche Momente einfach dazugehören und oft sogar ein Zeichen dafür sind, dass man sich gerade weiterentwickelt, auch wenn es sich in dem Moment nicht so anfühlt.