Crazy erschien im Jahr 2006 und dürfte wohl fast jedem ein Begriff sein. Der Song ist unglaublich funky, energiegeladen und hat einen mitreißenden Groove, bei dem man eigentlich sofort mittanzen möchte. Dazu kommt die unverwechselbare Stimme von CeeLo Green, die dem Ganzen diesen besonderen Soul-Charakter verleiht. Kein Wunder also, dass Crazy bis heute so bekannt ist.
Eine ziemlich beeindruckende Performance liefert der Pianist Jon, den wir bereits aus der ersten Ausgabe unserer Serie kennen. Seine Interpretation beginnt überraschend melancholisch und bildet damit einen starken Kontrast zum energiegeladenen Original. Fast könnte man meinen, einen völlig anderen Song zu hören.
Doch Jon belässt es nicht bei einer ruhigen Klavierfassung. Er baut immer wieder jazzige Arrangements, schnelle Triller und Verzierungen ein, wodurch seine Performance unglaubliche Dynamik bekommt. Besonders spannend finde ich dabei, dass die melancholische Grundstimmung trotzdem erhalten bleibt.
Das Stück wird stellenweise richtig lebendig ohne diese gewisse Schwere zu verlieren.Was mich außerdem beeindruckt, ist das enorme Klangvolumen, das er mit dem Klavier erzeugt. Teilweise klingt es fast so, als würden mehrere Instrumente gleichzeitig spielen.
Back To Black gehört für mich zu den besten Songs von Amy Winehouse. Mit der unglaublich düsteren, fast schon erdrückenden Atmosphäre, die durch das schwarz-weiße Musikvideo noch verstärkt wird, erzeugt Amy ein unverwechselbares Hörerlebnis. Trotzdem trägt sie den Song mit einer gewissen Selbstsicherheit vor und ihre Stimme klingt nicht einfach nur traurig oder verzweifelt, sondern stellenweise beinahe trotzig und rachsüchtig.
Umso überraschender ist die Piano-Version, die ich dazu gefunden habe. Denn die beginnt zunächst überhaupt nicht so, wie man es bei diesem Song erwarten würde. Der Pianist spielt viele kurze Staccato-Töne, wodurch das Ganze fast schon fröhlich und verspielt klingt. Irgendwie hat die Interpretation anfangs sogar etwas leicht Ironisches, als würde sie die düstere Stimmung des Originals bewusst auf die Schippe nehmen.
Doch nach ungefähr einer Minute ändert sich das schlagartig. Mit dem Einsatz des Refrains bekommt das Stück plötzlich einen ganz anderen Charakter. Die Musik erinnert mich an einen dramatischen Tanz in einem großen Ballsaal. Der Pianist arbeitet mit Oktavwechseln, zahlreichen Verzierungen und starken dynamischen Gegensätzen, wodurch sein Cover immer intensiver wird.
Besonders beeindruckend finde ich die vielen Höhen und Tiefen. Während die Piano-Version zu Beginn noch fast unbekümmert klingt, entwickelt sie sich zu einer unglaublich dramatischen Performance, in der schließlich doch die ganze Schwere des Originals zum Vorschein kommt. Gerade weil dieser Stimmungswechsel so unerwartet kommt, ist mir die Interpretation besonders im Gedächtnis geblieben.
Dieser Funk-Klassiker aus dem Jahr 1972 lebt vor allem von seinem markanten Clavinet-Riff, dem treibenden Rhythmus und natürlich Stevie Wonders unverwechselbarer Stimme. Das Ganze klingt lässig und hat irgendwie auch etwas Verführerisches. Vor allem hört man dem Song den Spaß an.
Wer jetzt schon Lust bekommen hat, Stevies Klassiker auf dem Klavier zu spielen, sollte sich mal dieses Songbuch anschauen.
Das Piano-Cover schlägt dagegen einen etwas anderen Ton an. Natürlich erkennt man Superstition sofort wieder und auch der charakteristische Groove bleibt erhalten. Trotzdem wirkt die Interpretation deutlich reduzierter und irgendwie gesetzter als das Original.
Während Stevie Wonders Version vor Energie und Spielfreude nur so sprüht, klingt das Stück am Klavier etwas zurückhaltender und eleganter. Das bedeutet aber keineswegs, dass der Spaß verloren geht. Auch die Piano-Version hat diesen funky Charakter, nur eben auf eine etwas andere, weniger ausgelassene Art.
Für mich klingt Superstition am Klavier deshalb fast ein bisschen erwachsener. Nicht melancholisch oder traurig, sondern einfach ruhiger und ernster, ohne dabei seinen Groove zu verlieren. Gerade dieser Unterschied zeigt, dass wenn nur das Piano bleibt, ein Song auch ohne seine ursprüngliche Energie und Instrumentierung sofort wiedererkennbar ist.
Mit Crazy in Love haben Beyoncé und Jay-Z wohl einen der bekanntesten R&B-Hits der 2000er-Jahre geschrieben. Er ist peppig, selbstbewusst und lädt mit seinen markanten Bläsern und dem treibenden Beat sofort zum Tanzen ein. Dazu kommt Beyoncés kraftvolle Stimme, die diese positive, fast schon euphorische Stimmung noch verstärkt. Das Original klingt für mich vor allem nach einer Frau, die Hals über Kopf verliebt ist und dieses Gefühl in vollen Zügen genießt.
Das Piano-Cover von Crazy In Love wirkt dagegen wie das komplette Gegenteil. Schon nach wenigen Tönen macht sich eine starke Melancholie bemerkbar, die mit der ausgelassenen Stimmung des Originals kaum noch etwas gemeinsam hat. Plötzlich wirkt dieses „Crazy in Love“ auf mich gar nicht mehr so glücklich. Vielmehr klingt es, als wäre jemand in einer Beziehung gefangen, die ihm eigentlich nicht gut tut, aus der er sich emotional aber trotzdem nicht lösen kann.
Besonders spannend finde ich, dass die Interpretation ungefähr ab der Mitte deutlich an Schwung gewinnt. Doch statt dadurch fröhlicher zu werden, entwickelt sich das Stück zu einer beinahe zerstörerisch dramatischen Performance. Die Musik wird intensiver und aufgewühlter, ohne dabei ihre melancholische Stimmung zu verlieren.
Der entspannte Neo-Soul-Sound, der gleichmäßige Groove des Songs und Erykah Badus Stimme erzeugen hier eine hypnotische Atmosphäre. Dazu kommt das ungewöhnliche Musikvideo, das diesen verträumten, beinahe geheimnisvollen Charakter noch verstärkt. Irgendwie hat man beim Zuhören das Gefühl, sich vollkommen in der Musik verlieren zu können.
In der Piano-Version geht für mich ein großer Teil der hypnotischen Atmosphäre verloren. Das klingt zunächst vielleicht negativ, ist aber eigentlich ziemlich interessant. Denn ohne den Groove, die Stimme und die verschiedenen Klangschichten des Originals wirkt das Stück plötzlich viel reduzierter und überschaubarer.
Besonders auffällig finde ich, dass man die wiederkehrenden Akkorde und Harmonien jetzt viel deutlicher heraushört. Während sie im Original fast mit dem gesamten Sound verschmelzen, treten sie am Klavier stärker in den Vordergrund. Erst dadurch wird mir richtig bewusst, wie sehr der Song auf diesen sich wiederholenden harmonischen Mustern aufbaut. Trotzdem verliert Didn’t Cha Know nicht seinen lässigen Charakter. Die Piano-Version klingt weiterhin entspannt und stellenweise sogar ein bisschen verträumt, nur eben weniger geheimnisvoll als das Original.
*Affiliate-Link. Diese „Werbelinks“ helfen uns bei der Finanzierung unserer Website. Wenn du über einen solchen Link ein Produkt kaufst, erhalten wir eine kleine Provision – am günstigen Shop-Preis ändert sich nichts für dich. Das PIANOO.de-Team sagt Danke für deine Unterstützung!
Zum Schulbeginn musikalisch durchstarten mit der Thomann Back 2 School-Aktion - Günstige Deals für Piano, Keyboard, Gitarre, Schlagzeug...
Ein Klavier in der Mietwohnung? Ein E-Piano ist oft die bessere und preiswertere Lösung. Aber kann man auf einem Digitalpiano Klavier lernen?
Noten lesen lernen am Klavier ist anspruchsvoll, aber nicht so schwierig wie du denkst - die Basics lernst du in diesem PIANOO-Tutorial.
Welche Klavierstücke man lernt, das hängt vom Musikgeschmack ab. Tipps & Anregungen hier in diesem Tutorial und im PIANOO-Podcast.
Welches Masterkeyboard mit Piano-Tasten bietet das beste Spielgefühl? Unser Ratgeber erklärt Unterschiede bei Tastaturen, Hammermechanik etc
E-Piano oder Klavier - was ist besser für den Einstieg und wo liegen die Unterschiede? Oder entscheidet einfach nur das Budget?
Alicia Keys - Fallin: Lerne die Klavierakkorde für den Mega-Hit aus Alicia Keys Debütalbum "Songs in A Minor".
Als Erwachsener Klavier lernen? Warum du nicht zu spät dran bist und wie du ohne Druck, aber mit Plan wirklich anfängst.
Mit den richtigen Klavierübungen schnell Fortschritte machen. Diese leichten Übungen für Anfänger helfen dir, besser spielen zu lernen.
Ob Klavierspielen schlau macht? Vielleicht nicht über Nacht. Aber wer regelmäßig in die Tasten greift, bringt sein Gehirn ordentlich in Schwung.
Egal, ob Anfänger in jungen Jahren oder als Erwachsene: Erfahre hier, wie du beim Klavier lernen schnell Fortschritte machst.
Fingerübungen am Klavier helfen beim Aufbau von Technik und Koordination. Wir zeigen, wie Anfänger*innen sinnvoll üben - ganz ohne Überforderung!
Sie müssen den Inhalt von reCAPTCHA laden, um das Formular abzuschicken. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten mit Drittanbietern ausgetauscht werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Turnstile. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen