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Macht Musik glücklich und wirklich entspannter?

Macht Musik glücklich und entspannter
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Das erwartet dich in diesem Artikel

Macht Musik glücklich oder fühlt es sich nur so an? In diesem Artikel gehe ich der Frage nach, welche Wirkung Musik wirklich auf uns hat und warum sie oft so intensiv empfunden wird. Studien zeigen nämlich, dass Musik unsere Gefühle positiv beeinflussen kann, messbare Effekte auf den Körper hat und sogar therapeutisch eingesetzt wird.

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Für mich ist Musik im Alltag viel mehr als nur ein Hintergrundgeräusch und ich merke immer wieder, wie stark sie meine Stimmung beinflussen kann. Vor allem beim Gassi gehen mit den Hunden oder auch beim Aufräumen merke ich, wie sehr mich Musik glücklich macht. Oft reicht schon ein einzelner Song, damit sich ein Moment komplett anders anfühlt. So wird ein eigentlich ganz normaler Moment, plötzlich intensiver oder emotionaler.

Musik verstärkt oft das, was schon da ist

Ehrlich gesagt höre ich Musik nicht immer nur, um mich zu entspannen oder besser zu fühlen. Oft mache ich sogar genau das Gegenteil und nutze Musik ganz bewusst, um meine aktuelle Stimmung noch intensiver zu fühlen. Wenn ich traurig bin, höre ich auch eher traurige Musik und lasse mich tatsächlich komplett darauf ein. Ich merke dann, dass ich diese Stimmung fast ein bisschen „romantisiere“. Wenn ich dagegen entspannt bin, greife ich automatisch zu leichteren, verträumten Songs, oft aus dem Indie- oder Alternative-Bereich. Musik ist für mich deshalb nicht nur ein Mittel zum Abschalten, sondern auch eine Möglichkeit, Gefühle viel intensiver zu erleben.

Musik machen fühlt sich unglaublich befreiend an.

Noch stärker merke ich diesen Effekt beim selbstständigen Musizieren: Wenn ich mit Kopfhörern Klavier spiele, bin ich oft in meiner eigenen Welt und alles um mich herum rückt in den Hintergrund. Ich denke in solchen Momenten kaum noch an Dinge, die mich sonst beschäftigen oder stressen. Stattdessen bin ich einfach nur im Moment und fokussiere mich auf die Musik. Manchmal frage ich mich dabei, ob ich wirklich entspannt bin oder ob ich einfach so sehr im Spielen aufgehe. Wahrscheinlich ist es eine Mischung aus beiden. Sicher ist nur: Musik machen fühlt sich für mich unglaublich befreiend an.

Warum Musik glücklich macht und nachweislich entspannen kann

Zurück zur Frage, ob dieses befreiende bzw. entspannte Gefühl nur Zufall ist oder ob Musik wirklich auf Körper und Geist wirkt. Dabei bin ich auf eine interessante Studie gestoßen. Diese untersucht den Zusammenhang zwischen Musik und Schmerz sowie Entspannung. Was daran so besonders ist: Musik wirkt laut dieser Studie nicht nur auf unsere Gefühle, sondern auch messbar auf den Körper. Sie wird gezielt in der Therapie eingesetzt, zum Beispiel um Schmerzen zu lindern oder Stress zu reduzieren.

In der Studie wird dabei zwischen verschiedenen Arten der „Musiknutzung“ unterschieden. Zum einen geht es um das reine Zuhören, zum anderen aber auch um aktives Musizieren. Zusätzlich werden auch die Effekte beim eigenständigen Komponieren von Musik sowie Entspannungs- oder Imaginationstechniken beim Musikhören untersucht. Und genau hier wird es interessant. Denn aktives Musizieren scheint oft eine noch stärkere Wirkung zu haben als nur Musik zu hören. Genau das würde auch erklären, warum sich das Klavierspielen für so viele oft so intensiv anfühlt.

Musik wirkt dabei auf mehreren Ebenen gleichzeitig: emotional, körperlich und mental.

Wenn man noch einen Schritt weitergeht, wird es sogar auf körperlich-chemischer Ebene interessant. Musik beeinflusst nämlich nicht nur unsere Gedanken und Gefühle, sondern auch bestimmte Prozesse im Körper und hört nicht bei Entspannung auf. Studien zeigen, dass beim Hören oder auch Spielen von Musik das Stresshormon Cortisol gesenkt werden kann. Gleichzeitig wird die Ausschüttung von Oxytocin gefördert. Das ist ein Hormon, das unter anderem mit Vertrauen und Wohlbefinden verbunden ist. Wenn du beim Musizieren genauso wie ich komplett abschaltest, ist das wahrscheinlich nicht nur ein subjektives Gefühl, sondern hat auch eine ganz reale körperliche Grundlage. Musik wirkt dabei auf mehreren Ebenen gleichzeitig: emotional, körperlich und mental.

Musik aktiviert außerdem unser Belohnungssystem im Gehirn, ähnlich wie unser Lieblingsessen. Das haben Forscher aus Montreal in einer Studie belegt, indem sie die Gehirnaktivität von Teilnehmern gemessen haben, während diese Musik hörten. Dabei werden Glückshormone ausgeschüttet, die dafür sorgen, dass wir uns besser fühlen. Vielleicht erklärt das auch, warum bestimmte Songs sofort ein so starkes Glücksgefühl in uns auslösen können.

Ein weiterer spannender Gedanke in diesem Zusammenhang ist, dass wir Musik kaum ignorieren können. Anders als bei visuellen Reizen können wir bei Musik nicht einfach mal „weghören“. Alles, was wir hören, wird zumindest unterbewusst verarbeitet und beeinflusst uns – ob wir wollen oder nicht. Besonders die Melodie spielt dabei eine große Rolle. Sie bleibt im Kopf, weckt Erinnerungen und kann unsere Stimmung nachhaltig verändern.

"Happy" von Pharrell Williams gilt als Gute-Laune-Hit schlechthin. Aber macht's alle glücklich? (Bild: KI-generiert)
"Happy" von Pharrell Williams gilt als Gute-Laune-Hit schlechthin. Aber macht's alle glücklich?

Welche Musik wirklich glücklich machen kann

Wenn man sich die ganzen Studien durchliest und sich mit den Effekten der Musik beschäftigt, stößt man schnell auf die Frage, welche Musik denn jetzt glücklich macht. Typische Empfehlungen sind dabei Songs wie Happy von Pharell Williams. Ehrlich gesagt finde ich solche Pauschalaussagen etwas schwierig. Denn Musik wirkt bei jedem Menschen anders und genau das macht sie auch so besonders.

Ich merke das bei mir selbst, dass es stark davon abhängt, in welcher Stimmung ich gerade bin. Während Indie-Musik mich eher zum Nachdenken anregt, kann ich bei Blues – besonders bei Songs von Gary Moore – vollkommen entspannen und körperlich zur Ruhe kommen. Noch spannender wird es, wenn man sich anschaut, dass nicht jeder Mensch bei ruhiger Musik entspannen kann. Es gibt Ansätze wie „Sensation Seeking“  oder das sogenannte „White Noise“, bei denen Menschen bewusst viel Stimulation in Form von beispielsweise lauter Musik brauchen, um zur Ruhe zu kommen.

Was erstmal widersprüchlich klingt, ergibt eigentlich Sinn: Manche Menschen brauchen eine gewisse Reizintensität, um den Kopf freizubekommen. Für den einen ist das ruhige Klaviermusik und für den anderen eher Rock. Ich denke es geht hier also hat nicht darum, die eine Musik zu finden, die uns glücklich macht, sondern, welche Musik uns in bestimmten Momenten abholt.

Pharrell Williams: Happy

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Musik wirkt – aber vielleicht anders als man denkt

Je länger ich mich damit beschäftige, desto mehr habe ich das Gefühl, dass Musik mich gar nicht immer aktiv entspannter oder glücklicher macht. Stattdessen passiert oft etwas viel Subtileres. Musik verstärkt meine Gefühle: Wenn ich traurig bin, wird diese Stimmung durch Musik noch intensiver. Wenn ich entspannt bin, kann ich durch Musik noch tiefer in diesen Zustand eintauchen. Musik wirkt also nicht unbedingt wie ein „Schalter“, der meine Gefühle verändert. Vielleicht liegt die eigentliche Stärke von Musik also gar nicht darin, uns sofort glücklicher oder entspannter zu machen. Sondern darin, Gefühle bewusster und intensiver erlebbar zu machen.

Fazit: Musik bewegt!

Ich habe mich zu Beginn der Recherche gefragt, ob Musik glücklicher oder entspannter machen kann. Die Antwort darauf: Ja, aber nicht so simpel. Viele Studien zeigen, dass Musik positiv auf den Körper wirkt und sogar Schmerzen lindern kann, aber das ist nicht die ganze Wahrheit. Ich habe nämlich gemerkt, dass Musik mir nicht immer dabei hilft „glücklicher zu werden“, sondern vielmehr dabei den Moment bewusster zu erleben. Ich denke bei Musik geht es also gar nicht darum, sich immer besser und energiegeladener zu fühlen, sondern darum, sich selbst ein Stück näher zu kommen. Und vielleicht ist genau das der Grund, warum uns Musik glücklich fühlen lässt und ganze Massen zusammenführt.

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