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Die 5 wichtigsten Fakten über Intervalle

Fakten über Intervalle
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Kurz & knapp

Intervalle oder: Tonschritte sind so etwas wie die DNA der Musik, denn ohne sie gäbe es keine Melodien, Tonleitern oder Harmonien. Dementsprechend gebührend sollten wir sie auch behandeln. Man kann darüber ganze Bücher schreiben – diese wichtigsten 5 Fakten über Intervalle sollten für den Anfang (fast) alles erklären.

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Mit den 5 wichtigsten Fakten über Intervalle wollen wir diesem wichtigen Bestandteil von Musik  zu einem besseren Ruf verhelfen, denn Intervalle fristen eher ein stiefmütterliches Dasein. In der Kommunikation unter Musikern tauchen sie zwar regelmäßig auf, viel wichtiger erscheinen aber deren große Brüder, die Akkorde. Und im Instrumentalunterricht wird das Thema oftmals komplett umgangen, zumindest, wenn es nach den Schülern geht. Was muss man also mindestens über Intervalle wissen?

#1 Intervalle und ihre Namen

Ein Intervall bestimmt in der Musik den Abstand zweier Töne zueinander. Die unterschiedlichen Intervallnamen gehen dabei auf die lateinischen Bezeichnungen der Zahlen zurück. Stell dir vor, du spielst mit der linken und der rechten Hand jeweils einen Ton der C-Dur-Tonleiter.

Spielst du in beiden Händen das gleiche C, hast du eine Prim, das steht für die Zahl 1. Bewegt sich nur deine rechte Hand einen Ton höher, spielst du eine Sekunde, dahinter verbirgt sich die Zahl 2. Gehst du mit der rechten Hand immer höher bis zum nächst höheren C, erhältst du in der Folge die Terz, die Quarte, die Quinte, die Sexte, die Septime und die Oktave.

Die Namen der musikalischen Intervalle werden von der lateinischen Sprache abgeleitet.
Die Namen der musikalischen Intervalle werden von der lateinischen Sprache abgeleitet.

#2 Die verschiedenen Arten von Intervallen

Intervalle werden in zwei Gruppen eingeteilt. Die Sekunde, die Terz, die Sexte und die Septime gibt es jeweils groß und klein. Spielst du links wieder das C und rechts das darüber liegende Es, hast du eine kleine Terz. Gehst du rechts einen Halbton höher zum Ton E, erhältst du eine große Terz. Prim, Quarte, Quinte und Oktave gibt es dagegen nur einmal, deshalb nennt man sie rein.

Vielleicht ist dir aufgefallen, dass wir bis jetzt ein Intervall ausgelassen haben. Darum kümmern wir uns gleich.

Unter den ersten acht Intervallen gibt es vier reine und vier weitere, die groß und klein vorkommen.
Unter den ersten acht Intervallen gibt es vier reine und vier weitere, die groß und klein vorkommen.

#3 Einfluss der Vorzeichen und Tritonus

Beide Intervallgruppen können mit Vorzeichen zusätzlich verändert werden. Ein reines oder großes Intervall, das über ein Vorzeichen weiter vergrößert wird, heißt übermäßig. Wird dagegen ein reines oder kleines Intervall mit der Hilfe eines Vorzeichens verkleinert, nennen wir es vermindert. Das Prinzip kennst du bestimmt schon von den Akkorden, wo es diese Begriffe auch gibt.

Das bisher fehlende Intervall ist weder rein noch groß oder klein. Es kann nur über andere Töne und zusätzliche Vorzeichen dargestellt werden, deshalb hat es einen speziellen Namen. Der Tritonus (drei Ganztonschritte) kann nämlich nur als übermäßige Quarte oder verminderte Quinte notiert werden.

Der Tritonus hat zwei Gesichter aber nur einen besonderen Namen.
Der Tritonus hat zwei Gesichter aber nur einen besonderen Namen.

#4 Zusammengesetzte Intervalle

Jenseits der Oktave gibt es noch die zusammengesetzten Intervalle. Die können als eigenständige Abstände oder als Summen der bereits genannten Intervalle plus einer Oktave wahrgenommen werden. Nach der Oktave begegnen wir der None, die die Zahl 9 symbolisiert. Sie besteht aber auch aus den Intervallen Sekunde und Oktave, deshalb gibt es auch von ihr eine kleine und eine große Version. Es folgen die Dezime, Undezime, Duodezime, Tredezime und Quartdezime, auch wenn in der Praxis bereits bei der Tredezime Schluss ist.

Das hat mit der Terzschichtung der Akkorde zu tun. Die bestehen ja aus einem Grundton plus Terz und Quinte, potentiell gefolgt von Septime, None, Undezime und Tredezime. Vom Grundton C aus bringt uns das 13. Intervall also zum Ton A der nächsten Oktave. Auf dem Weg dahin haben wir aber bereits alle Töne der Tonleiter ausgeschöpft und die nächste Terzschichtung würde uns nur wieder zum Grundton C bringen. Die Quartdezime existiert also in der Theorie, auf einem Leadsheet wird man sie eher weniger finden.

Während schon in der klassischen Musik regelmäßig vierstimmige Akkorde wie der Dominantseptakkord oder der (halb-) verminderte Septakkord vorkommen, sind Intervalle ab der None besonders bei komplexen Harmonien relevant, wie sie beispielsweise im Jazz eingesetzt werden. Dort werden die Akkorde mit vielen Optionstönen klanglich verfeinert und anschließend über die Intervalle erkenntlich gemacht. So siehst du am Akkordsymbol Cmaj7 #11 direkt, welche Töne zum reinen und dreistimmigen C-Dur-Akkord hinzukommen.

Jenseits der Oktave begegnen wird den zusammengesetzten Intervallen.
Jenseits der Oktave begegnen wird den zusammengesetzten Intervallen.

#5 Konsonanz und Dissonanz

Nun noch zum Klang der Intervalle. Konsonanz beschreibt einen angenehmen, ruhigen Klang, während man bei der Dissonanz das Gefühl hat, das etwas reibt. Grundsätzlich gilt: Je näher zwei Töne bei einander liegen, desto dissonanter sind sie. Je größer das Intervall dagegen ist, desto konsonanter wird es wahrgenommen. Reine Intervalle klingen besonders reibungsarm und werden auch oft als ruhig oder stabil beschrieben. Im Bereich der Gehörbildung spielen die unterschiedlichen Charakteristika der einzelnen Intervalle eine große Rolle.

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