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Rhodes Pianology

Pro und Contra

  • Effektvolle Sound
  • Weitreichende Sound-Möglichkeiten
  • Einfache Handhabung
  • Keine Standalone-Version verfügbar
Rhodes Pianology - Software-Instrument
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Was ist Rhodes Pianology?

Beim Namen Rhodes würde man spontan auf elektromagnetische Vintage-Pianos tippen, hier geht’s aber um akustische bzw. semi-akustische Pianos, wobei allerdings die Klanggestaltung mit hochwertigen Effekten ins Spiel kommt. Pianology ist ein Software-Instrument, welches die üblichen Plugin-Schnittstellen für Windows und MacOS unterstützt, eine Standalone-Version wird nicht geboten.

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Wenn die legendäre Piano-Schmiede Rhodes ein neues Piano-Plugin auf den Markt bringt, darf man ruhig hellhörig werden, denn mit gleich drei Instrumenten in einer Library gibt es bei Rhodes Pianology einiges zu entdecken.

Eine Library und drei Klassiker, die im fliegenden Wechsel miteinander den Platz tauschen können. Ein American Concert Grand, ein japanisches Acoustic Upright und ein japanisches Vintage Electric Grand bilden die besten Voraussetzungen für eine solide Piano-Library.

Mit ca. 14GB an Sample-Material, einer Vielzahl an Effekten, knapp 70 Presets und dazu noch einer übersichtlichen Benutzeroberfläche, macht Pianology einen soliden Eindruck.

Besonders interessant sind bei Rhodes-Plugins die hochwertigen Verstärker, Mikrofone und Hallräume, die natürlich auch hier nicht fehlen dürfen. Dazu gibt es außerdem klassische Effekte wie Equalizer, Chorus oder Delay.

Rhodes Pianology - Upright
Die verschiedenen Regler lassen sich auch über MIDI steuern.

Gute Kompromisse beim Design

Pianologys Benutzeroberfläche findet genau den richtigen Sweetspot aus Funktionen, die man zur Klanggestaltung benötigt, ohne dabei überwältigend zu wirken.

Jeder Effekt kommt mit zwei bis drei Knöpfen und Reglern aus. So hat man immer die musikalisch relevanten Einstellungen schnell im Griff. Bei Effekten wie z.B. einem Kompressor braucht man nur die Stärke der Kompression und das Make-up-Gain einstellen. 

Etwas unpraktisch finde ich die Doppel-Potentiometer – in der realen Instrumentenwelt eine tolle Erfindung, aber für Plugins eher unhandlich. 

Dann wiederum praktisch ist, dass man die Benutzeroberfläche größer oder kleiner ziehen kann, um jedem Bildschirm gerecht zu werden.

Rockig und voller Energie

Konzertpianist*innen aufgepasst, jetzt wird’s rau und frech. Pianology kann auch gemäßigt klingen, und die puren Instrumente haben eine solide und relativ neutrale Klangqualität, aber die besten Sounds entlockt man der Library mit den Effekten.

Das Acoustic-Upright hat einen sehr warmen und nahen Klang, was sich gut mit dem JC-Amp und dem Cardioid-Mikrofon ergänzt. Durch das etwas engere Stereobild verwende ich hier gerne sowohl den Chorus-Effekt als auch reichlich Hall und Delay.

Rhodes Pianology - Instrumente
Drei Instrumente in einem Plugin: Upright, Concert Grand und Electric Grand. (Bildquelle: Rhodes Music)

Das Concert Grand hingegen hat von Natur aus bereits einen sehr ausgeglichenen Klang, kann allerdings etwas trocken klingen. Dank der hochwertigen Hallräume muss man sich darum jedoch keinerlei Sorgen machen, und wer mutig ist, darf diesen Flügel auch durch einen der vier Verstärker schicken. Der Drive-Regler ist durch seine Verzerrung dabei definitiv Geschmackssache und mit Vorsicht zu genießen.

Möchte man sich mit allen Effekten so richtig austoben, kommt das Electric Grand wie gerufen. Der klassische Vintage-Electric-Grand-Sound wird detailgetreu wiedergegeben, aber dem Mono-Signal sollte definitiv mit Effekten nachgeholfen werden. Persönlicher Favorit ist dabei der Duo-Röhrenverstärker mit Cardioid-Mikrofon, als auch ordentlich Drive, Phaser und Delay.

Rhodes Pianology hat einige Tricks auf Lager

Eine praktische Funktion von Rhodes Pianology ist, jederzeit zwischen dem Concert Grand, Acoustic Upright und Electric Grand beliebig wechseln zu können.

Dabei bleiben sämtliche Effekte und Einstellungen bestehen, lediglich der Basis-Sound wechselt. Somit stehen hier statt knapp 70 Presets sogar weitaus mehr zur Verfügung, denn warum nicht einfach ein Electric-Grand-Preset laden und dann zum Upright wechseln?

Rhodes Pianology - Electric Grand
Es ist auch möglich, eigene Presets zu speichern und zu laden.


Interessant ist auch, dass die Velocity-Kurve nicht wie üblich über eine visuelle Kurve, sondern mithilfe eines Drehreglers angepasst wird. Das ist zwar etwas unkonventionell, aber es passt zum generellen Vintage-Charme der Software-Instrumente von Rhodes.

Fazit: Drei auf einen Streich

Rhodes Pianology ist eine hochwertige und gut ausbalancierte Library, die allerdings etwas in eine Nische fällt.

Wer auf der Suche nach einem realistischen und simplen Konzertflügel ist oder ein ganz normales Upright-Piano benötigt, sollte nicht unbedingt Pianology in Erwägung ziehen. Denn sowohl Schwerpunkt als auch Stärke der Library liegen ganz klar bei einem Sound, der die hochwertigen Effekte beansprucht.

Klavier-Sounds durch einen Amp schicken und ordentlich den Drive-Regler aufdrehen? Da erinnert man sich spontan an die Sound-Tüfteleien von Esbjörn Svensson. Und warum nicht mal das Upright-Piano mit Tremolo, Phaser und Delay bearbeiten? Bei solchen Klangexperimenten darf man sich über die tolle Soundqualität freuen, die die Effekte von Rhodes Pianology mitbringen.  

Rhodes Pianology – Übersicht

Erhältlich seit: 03.2026
Plattform: MacOS: Big Sur (11) – Tahoe (26), Windows: Win 10 – 11 / VST3 & AU
Leistungsanforderung: Niedrig bis Mittel (je nach Anzahl der Effekte)
Festplattenspeicher: 14 GB (SSD empfohlen, aber nicht Pflicht)
Hersteller: Rhodes* 



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Pro und Contra

  • Effektvolle Sound
  • Weitreichende Sound-Möglichkeiten
  • Einfache Handhabung
  • Keine Standalone-Version verfügbar

Jörg Sunderkötter

Klavier-Sounds durch einen Amp schicken und ordentlich den Drive-Regler aufdrehen? Und warum nicht mal das Upright-Piano mit Tremolo, Phaser und Delay bearbeiten? Bei solchen Klangexperimenten darf man sich über die tolle Soundqualität freuen, die die Effekte von Rhodes Pianology mitbringen.

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Piano-VST · Rhodes Music · Software-Instrument

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