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Test: Zoom LiveTrak L6 – Mini-Mixer, Recorder & Interface

  • Der Zoom LiveTrak L6 ist ein kleiner Digitalmixer mit großem Funktionsumfang.
  • Das flexible Gerät lässt sich als Keyboard-Mixer, Multitrack-Recorder und Audio/MIDI-Interface einsetzen.
  • Dank Batteriebetrieb auch die optimale Lösung für mobiles Recording, Streaming etc.

Pro und Contra

  • Gute Klangeigenschaften
  • Großer Funktionsumfang
  • Kompakt & handlich
  • Flexibilität
  • AUX-Wege im Interface-Mode nicht verfügbar
Zoom LiveTrak L6 - Digital Mixer/Recorder  (Foto: J. Sunderkötter)
(Foto: J. Sunderkötter)
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Mischen war gestern! Heute darf man von einem Mischpult ein paar zusätzliche Qualitäten erwarten – sei das Gerät noch so klein. Wie zum Beispiel das Zoom LiveTrak L6: Es ist kompakt, bietet aber trotzdem jede Menge Anschlüsse, kann Recorden, Samples abfeuern, Setups speichern, integriert Hard- und Software, läuft mobil auf Batterie…

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Bei dem großen Funktionsspektrum ist das Zoom LiveTrak L6 dennoch äußerst handlich – der Mini-Mixer scheint die perfekte Lösung zu sein, wenn man kaum Platz hat auf der Oberfläche seines Stagepianos oder Homepianos.

Aber lohnt sich ein komplettes Mischpult, nur um z.B. E-Piano und iPad miteinander zu kombinieren? Nicht unbedingt, aber: Für die nächste Session oder Probe schnell mal ein paar andere Instrumente und Vocals zusammen mit dem E-Piano mischen und das Ganze auf eine SD-Card mitschneiden? Oder doch gleich via USB-C in die DAW spielen?

Wenn man diese Eventualitäten mit einplanen möchte oder generell ein praktisches Tool sucht, das im Live-Setup ebenso praktisch ist wie im Homerecording-Studio, dann – Ja! – macht das Zoom LiveTrak L6 unbedingt Sinn. Also womit haben wir es hier eigentlich zu tun?

Zoom LiveTrak L6 als Keyboard-Mixer

Dafür sind die Anschlussmöglichkeiten schjon optimal. Es gibt vier Stereo- und zwei Monokanäle – das macht insgesamt sechs Eingangskanäle. Dennoch hat Zoom hier noch ein bisschen mehr Flexibilität eingebaut, die sich in der Praxis schnell bewährt macht. So lassen sich die Kanäle 3&4 alternativ auch als 2fache Monokanäle nutzen, während die Kanäle 1&2 dank 48V Phantomspeisung den direkten Anschluss von Kondensatormikrofonen ermöglichen.

Wer mehr Eingänge und mehr Funktionalität bei immer noch kleinem Format wünscht, sollte sich durchaus auch mal den LiveTrak L6max anschauen.

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Zoom LiveTrak L6max
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(3)

Auch wenn es zunächst nicht den Anschein macht: Jeder Kanal hat das ganze Setting der klassischen Mischpult-Funktionen: 3-Band-EQ, 2x AUX-Send für externe Effekte/Monitor, einen EFX-Send für interne Effekte, Pan und Level.

Der Zoom LiveTrak L6 kann alles das so platzsparend unterbringen, da die sechs Kanal-Regler für die Handhabung all dieser Funktionen als Endlos-Regler ausgeführt sind. Ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber das erweist sich in der Praxis nicht als Manko.

Level, Pan, EQ, Mute... die wichtigsten Funktionen sind beim Zoom LiveTrak L6 immer im Zugriff. (Foto: J. Sunderkötter)
Level, Pan, EQ, Mute... die wichtigsten Funktionen sind beim Zoom LiveTrak L6 immer im Zugriff. (Foto: J. Sunderkötter)

Wie? Keine Gain-Regler?

Der LiveTrak L6 ist ein Digitalmixer, der von Zooms 32-Bit-Float-Technik profitiert. Wie die Handy Recorder der Essentials-Reihe wird auch hier per Dual-Wandlertechnik automatisch die passende Aussteuerung gewählt – und Übersteuerungen vermieden. Das bedeutet: Anschießen, Levels einstellen, spielen – genial einfach!

An der rechten Seite des LiveTrak L6 befinden sich der Slot für eine Micro-SD und der USB-Anschluss für die Stromversorgung. Ansonsten kann der Mixer auch über den USB-Anschluss des Rechners versorgt werden oder über das Batteriefach an der Unterseite. (Foto: J. Sunderkötter)
An der rechten Seite des LiveTrak L6 befinden sich der Slot für eine Micro-SD und der USB-Anschluss für die Stromversorgung. Ansonsten kann der Mixer auch über den USB-Anschluss des Rechners versorgt werden oder über das Batteriefach an der Unterseite. (Foto: J. Sunderkötter)

Zoom LiveTrak L6 als Mehrspur-Recorder

Auf der rechten Seite befindet sich ein Slot für Micro-SD-Karten. Schön, dass die Karte mit einem steckbaren Deckel gesichert ist, allerdings macht dies die Handhabung auch ganz schön fummelig. Ohne Pinzette habe ich die Micro-SD nicht aus dem Schacht herausziehen können.

Dennoch darf man sich über die Funktionalität freuen, zumal der LiveTrak L6 einen File-Transfer-Mode bietet, der den Zugriff auf die Micro-SD via USB-C erlaubt – und SD-Card kann bleiben wo sie ist.

Der Zoom LiveTrak L6 zeichnet jeden Kanal und die Master-Sektion als separate Spuren auf. Man bekommt also später die Möglichkeit, alle Einzelspuren in der DAW anzulegen, um einen Mix zu machen. Zum Mitschneiden einer Probe, aber auch für Instant-Recording und Songwriting ist das optimal: Spontan auf den Record-Button drücken und schon kann’s losgehen.

Über USB-C lässt sich der LiveTrak L6 mit Computer oder Mobilgeräten verbinden. Als TRS-Miniklinke gibt es dann noch MIDI-IN und -Out. (Foto: J. Sunderkötter)

Zoom LiveTrak L6 als Interface

Oder man nimmt seine Sessions gleich mit der DAW auf! Denn zum Glück ist der LiveTrak L6 auch ein flexibles Audio-Interface mit 12 Inputs und 4 Outputs. Dazu verbindet man den Mischer über die USB-C-Buchse mit dem Audio-Rechner oder Mobilgerät.

Egal, ob als Recorder oder als Audio-Interface: Der LiveTrak L6 arbeitet immer bei 48kHz Sampling Rate.

Oberhalb dieses Anschlusses findet man dann gleich auch MIDI In und Out als TRS-Miniklinke. Damit arbeitet das LiveTrak L6 an der DAW als MIDI-Interface, es geht aber noch einiges mehr. Wenn man es möchte, kann man sämtliche Mischpultfunktionen via MIDI-Controller fernsteuern.

Interne und externe Effekte

Zur Auswahl in der EFX-Sektion stehen fünf Effektprogramm mit Reverb, Delay und Echo. Die Effektqualität ist ordentlich und reicht für kleine Gigs oder Proben absolut aus, um mal den Vocals etwas Hall zu geben oder in der Performance Groove-Delays zu nutzen. Ganz praktisch dabei ist die Tap-Funktion, so findet man die passenden Delay-Zeiten ganz intuitiv.

Zusätzlich gibt es zwei AUX-Send-Wege, die man für weitere –  externe – Effekte, aber freilich auch als Monitorwege nutzen kann. Schade, dass man diese nicht auf die Audio-Interface-Kanäle routen kann, denn so könnte man z.B. auch ein iPhone via USB als externes Effektgerät nutzen.

Das würde total Sinn machen, da der LiveTrak L6 keine Eingänge für FX-Returns bietet. Daher muss man für diese Zwecke einen der Stereo-Eingangskanäle nutzen.

Sehr nützlich für Recording und den Live-Einsatz ist der Kompressor in der Master-Sektion. (Foto: J. Sunderkötter)
Sehr nützlich für Recording und den Live-Einsatz ist der Kompressor in der Master-Sektion. (Foto: J. Sunderkötter)

Nützliche Funktionen

Durchaus alltagstauglich sind die drei speicherbaren Szenen, die man rechts über die Taster A, B und C abrufen kann. Genauso nützlich sind die vier Sound Pads, die man ganz unterschiedlich nutzen kann.

Die Pads arbeiten als One-Shot-Sampler, um bestimmte Sounds bei Bedarf abzufeuern (Eingespielter Applaus, Lacher…). Wer aber gerne mit Sound-Atmos arbeitet, schaltet die Pads in den Loop-Modus. Das lässt sich schnell und einfach mit dem kostenlos erhältlichen Editor-Programm für den L6 erledigen, wobei hier wiederum der File-Transfer-Mode interessant ist, denn die gewünschten Samples muss man in den entsprechenden Ordner auf der Micro-SD droppen.

Fazit: Viel, viel Funktionalität, guter Sound!

Hatte ich schon erwähnt, dass der LiveTrak L6 super klingt? Ansonsten ist es bemerkenswert, was dieses kleine Pult alles so kann. Auch wenn er als Keyboard-Mixer gute Dienste leistet – der Begriff „Mischpult“ wäre ganz sicher zu klein für ein solch flexibles Gerät. Der Zoom LiveTrak L6 kombiniert auf kleinstem Raum, ein modernes kompaktes Mischpult mit Recorder/Player, Sampler, Audio- und MIDI-Interface.

Damit bildet der L6 schon alles ab, was man für den Musikeralltag braucht. Für die Live-Performance, für die Band-Probe, Homerecording, Streaming, Video-Recording, Field-Recordings. Dank Batteriebetrieb kann man überall und spontan mit dem Gerät arbeiten und bekommt immer eine gute Klangqualität.

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Zoom LiveTrak L6 – Übersicht

Erhältlich seit: 10.2024
Mischpult: 10 Inputs mit 32-Bit-Float Technik, 6 Kanäle
Recorder: 12 Spuren (inkl. Stereo-Master)
Audio-Interface: 12 Spuren (inkl. Stereo-Master)
Hersteller/Vertrieb: Zoom/Sound Service GmbH

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Pro und Contra

  • Gute Klangeigenschaften
  • Großer Funktionsumfang
  • Kompakt & handlich
  • Flexibilität
  • AUX-Wege im Interface-Mode nicht verfügbar

Jörg Sunderkötter

... bemerkenswert, was dieses kleine Pult alles so kann. Auch wenn LiveTrak L6 als Keyboard-Mixer gute Dienste leistet - der Begriff „Mischpult“ wäre ganz sicher zu klein für ein solch flexibles Gerät.

LiveTrak L-6 :   333,00 €

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