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Test: Korg G1 Air – Digitalpiano

  • Das Korg G1 Air ist ein Homepiano, das einen klassischen Digitalpiano-Look mit kompakter Bauform kombiniert.
  • Im unteren Preissegment angesiedelt bringt das G1 Air gute Sounds und viel Funktionalität inklusive Bluetooth-Audio mit.
  • In der Polyphonie kann das G1 Air nicht ganz mit den Mitbewerbern mithalten.
Korg G1 Air - Einsteiger Homepiano mit vielen Sounds und Bluetooth
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… bloß wohin mit dem Klavier? Ganz klar. Diese Frage sollte möglichst beantwortet sein, bevor das neue Instrument geliefert wird. Kein Problem aber beim Korg G1 Air, denn es ist so klein und kompakt – es passt irgendwie überall. Dabei sieht es richtig fesch aus und hat sogar Bluetooth.

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Das Konsolengehäuse mit Vorderbeinen, der aufgestellte Deckel, welcher gleichzeitig auch Notenhalter ist, dazu ein insgesamt reduzierter moderner Look – das G1 Air scheint auf den ersten Blick eine clevere Lösung zu sein. Das kleine Digitalpiano passt ins Kinderzimmer und macht auch im Wohnzimmer neben der Couch eine gute Figur. Überfliegt man die Features und den Preis, scheint es für Anfänger und Fortgeschrittene wie geschaffen.

Pianos aus aller Welt

Alle Achtung – bei einem doch so kleinen Piano würde man gar nicht so viel Auswahl erwarten. Das Korg G1 Air hat sogar 12 Flügel-Sounds zu bieten. Das Electric Grand ragt hier vielleicht etwas heraus, aber dieser drahtige Sound ist für die Pop-Musik der 80er und 90er geradezu perfekt. Ansonsten kann man anhand der in der Bedienungsanleitung aufgeführten Bezeichnungen schon ablesen, welche Konzertflügel für das Korg G1 Air gesampelt wurden. German Concert Grand, Austrian Concert Grand und Japanese Concert Piano – dahinter dürften die Flügel von Steinway, Bösendorfer und Yamaha stehen.

Piano-Sounds für jeden Musikgeschmack

Die drei Basis-Sounds gibt es in verschiedenen musikalischen Ausrichtung als z.B. Pop Piano, Ballad Piano, Jazz Piano usw. Die Sounds sind insofern geschmackvoll abgestimmt und sie lassen sich mit entsprechender Ausdrucksweise zu spielen. Das Concert Piano hat einen eher offenen Ton, während das Pop Piano eher spritzig im Attack und obertonreich wirkt – eher geeignet für rhythmische und rockige Klavierbegleitungen eben. Die Sounds wirken in Bass und Diskant ausgewogen und berücksichtigen Damper Resonance, Sympathetic Resonance und Key-Off-Effekt. Auch die Artikulation des Ausklangs über eine Halb-Pedal-Funktion ist möglich.

Mehr Farbe durch zusätzliche Klänge

Unter den rund 30 Sounds finden sich dann natürlich noch Strings und Choir, die zusammen mit dem Piano-Sound als Layer einen vollen Klang ergeben. Aber auch E-Pianos, Jazz Organ, Vibraphone, Harpsichord gibt es in guter Qualität. Anstelle von Akustikgitarre und Bassgitarren hätte ich mir eher noch einen schönen Pad-Sound gewünscht, aber insgesamt betrachtet machen die Zusatz-Sounds einen guten Eindruck. In der Qualität am besten gefallen mir aber die Akustikpianos.

Klavier spielen mit dem Korg G1 Air

Da geht sogar noch mehr, denn man kann zwei Sounds gleichzeitig spielen. Das geht im Layer-Mode, wobei zwei verschiedene Klänge übereinander geschichtet werden. Damit sindvoluminös klingende Kombination möglich z.B. aus Akustikpiano und E-Piano oder Strings. Sobald man die Split-Funktion anwirft, weiß man auch, wofür die Bassgitarren-Sounds gebraucht werden. Prima Sache: In der linken Hand den Bass und rechts ein Piano zu spielen, macht Spaß und trainiert das unabhängige Spiel beider Hände.

Digitalpiano-Funktionen – alles, was man braucht

In verschiedene Tonarten transponieren oder den MIDI-Kanal, die Anschlagdynamikkurve oder das Tuning einstellen – alles kein Problem. Aber die Handhabung ist hier nicht immer so im Klartext wie man es sich wünschen würde. Das kleine dreistellige Display wirkt ein bisschen oldschool. Auch wenn das im Vergleich zu so manchem anderen Kleinpiano schon viel ist, kommt man ohne das Handbuch manchmal nicht wirklich weiter.

Auch die Handhabung des eingebauten Recorders will erst nach einer gewissen Anlaufphase in Fleisch und Blut übergehen. Schön aber, dass man zum Üben und Lernen sein Spiel zum Metronom aufnehmen kann. Spielen zum Playback – auch das ist eine gute Sache beim Klavierlernen: Wer die eingespeicherten Etüden schon hinter sich lässt, darf sich freuen, dass man das Smartphone oder Tablet gleich per Bluetooth an das Korg G1 Air anschließen kann, um Playbacks über die Lautsprecher des G1 Air wiederzugeben.

Fazit: Praktisch und klein

In puncto Polyphonie-Leistung und Tastatur kann das Korg G1 mit den starken Konkurrenten von Casio, Kawai, und Yamaha nicht ganz mithalten. Es kann sich dennoch mit vielen guten Sounds und umfangreichen Funktionen behaupten. Das Korg G1 Air ist eine clevere Lösung für Alle, die nur wenig Platz für ein Digitalpiano haben, aber auf das klassische Piano-Design nicht verzichten wollen. Auch wenn die Bedienung über das kleine Display manchmal etwas kompliziert wirkt, die wichtigsten Funktionen lassen sich gut bedienen. Attraktiv bei dem günstigen Preis ist die Ausstattung mit Bluetooth-Audio – optimal auch für eLearning mit Computer oder Tablet am Piano.

Korg G1 Air - preiswertes Digitalpiano für Einsteiger

Korg G1 Air – Überblick

Erhältlich seit: 07.2017
Tastatur: RH3 – Real Hammer Action
Polyphonie: 120 Stimmen
Besonderheit: Bluetooth Audio
Hersteller/Vertrieb: Korg/Korg & More

Jörg Sunderkötter

Eine clevere Lösung für alle, die nur wenig Platz für ein Digitalpiano haben, aber auf das klassische Piano-Design nicht verzichten wollen.

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