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Test: Mackie Freeplay Live – kompakter Bluetooth-Lautsprecher

  • Mackie Freeplay Live ist ein kompaktes PA-Modul für Bühne und Proberaum, das dank eingebautem Akku für den mobilen Einsatz geeignet ist.
  • Mit Bluetooth und App-Steuerung als Box bei kleinen Veranstaltungen einsetzbar.
  • Für den Anschluss von Digitalpiano und Stagepiano fehlt ein stereo ausgelegter Audio-Eingang.
(Foto: R. Willke)
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Die Freeplay-Serie umfasst drei kompakte Bluetooth-Speaker, wobei uns der Mackie Freeplay Live besonders interessiert. Denn seine Leistungsmerkmale machen ihn für Anwendungen im Proberaum oder für kleine Gigs attraktiv. Aber taugt er als Keyboard-Monitor?

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Zu schade, dass Mackie den Anschluss von stereo ausgelegten Musikinstrumenten nicht vorgesehen hat.

Ganz wichtig beim Live-Spielen oder im Proberaum ist es, sich selber gut zu hören. Deshalb empfiehlt sich grundsätzlich ein eigener Monitor. Gerade Keyboard-Sounds stehen gerne in Konkurrenz z.B. zum Gesang, die in der Regel auch auf einen perfekten Monitorsound angewiesen sind. Da macht es Sinn, autark mit dem Keyboard-Sound zu bleiben.

Besonders effizient ist hierbei, den eigenen Monitorsound in Sitz- bzw. Ohrenhöhe zu platzieren. Die oft üblichen Bodenmonitore nehmen nicht nur wertvollen Platz weg, auch der Abstrahlwinkel ist ungünstig für die eigene Spielkontrolle. Eine wirklich praktische Lösung ist beim Mackie Freeplay Live, dass er sich per mitgeliefertem Steck-Adapter an jedem handelsüblichen Mikrofonstativ befestigen lässt.

Mackie Freeplay Live verkabeln

Die Anwendung des Mackie Freeplay ist super easy. Aufstellen, anschließen und losrocken. Alle Einstellungen lassen sich ganz bequem über Bluetooth vom Smartphone aus machen: Lautstärke einstellen, mit dem EQ den Sound anpassen und bei Bedarf etwas Hall zumischen. Einfacher geht’s kaum.

Auf der Rückseite bietet der Mackie Freeplay Live zwei Combo-Buchsen. Hier können sowohl Klinken, als auch XLR-Stecker von z.B. Mikrofonen eingestöpselt werden. Dann gibt es noch eine AUX-In-Buchse, um externe Stereo-Signale einzuspeisen. Musik von externen Geräten kann man allerdings auch drahtlos über Bluetooth zuspielen. 

Über die Monitor-Out-Buchse kann das Signal z.B. an die Saalbeschallung weitergeleitet werden. Der mono ausgelegte Monitor-Ausgang kann auch als Anschluss für einen aktiven Subwoofer gute Dienste leisten.

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Sehr einfach in der Handhabung: Die Anschlüsse des Mackie Freeplay Live befinden sich auf der Rückseite des Geräts.

Stagepiano anschließen?

Zum perfekten Stagepiano-Sound gehören bekanntlich zwei Kanäle, denn die Piano-Sounds entfalten ihren optimalen Sound in stereo. Wer nun glaubt, man könne einfach die beiden Inputs am Mackie Freeplay Live nutzen – Fehlanzeige! Die beiden Audio-Inputs sind mono ausgelegt und mischen das Stereosignal im Freeplay Live zum Monosignal, was mit den üblichen Klangeinbußen verbunden ist.

Okay – ginge das nicht über den AUX-Input? Schließlich ist der doch stereo ausgelegt. Grundsätzlich ja, trotzdem: Fehlanzeige! Ein AUX-Input wäre eigentlich für diesen Zweck geeignet, beim Mackie Freeplay Live allerdings hat dieser Input eine spürbare Verzögerung, die das Spielen eines Stagepianos unmöglich macht. Beim Anschluss eines Abspielgeräts fällt diese Latenz natürlich nicht ins Gewicht, dennoch ist das ein sehr, sehr merkwürdiges Feature!

Mehr zu dem Thema erfährst du im Ratgeber-Artikel „Stagepiano an Keyboard-Verstärker anschließen“.

Freeplay Live macht mächtig Dampf

Im Prospekt des Mackie Freeplay Live steht, dass er einen Schalldruck von maximal 115 dB SPL erzeugt. Man sollte also vorsichtig damit sein, den Lautsprecher aus unmittelbarer Nähe seitlich auf das Ohr zu richten. Denn der Freeplay Live kann richtig laut! Im Proberaum zeigte der Freeplay Live, ca. 1 Meter neben mir auf einem Stativ montiert, dass bei ca. 75% der maximalen Leistung nicht nur ich, sondern auch der Rest der Band soviel vom Stagepiano mitbekam, dass dieses nur leicht über unsere Proberaum-PA verstärkt werden musste.

Unabhängig vom Stromnetz Musik machen

Der Mackie Freeplay Live ist vor allem auf Mobilität ausgelegt. Der verbaute Akku wird über ein mitgeliefertes Netzteil geladen. Im Test schaffte die Box mit einer Ladung problemlos zwei Proben mit insgesamt 6 Stunden Dauer. 

Wichtig zu wissen: Spielt man durchweg „volle Pulle“, neigt sich die Akku-Leistung auch gerne etwas schneller dem Ende zu. Da der Akku nicht gegen Batterien getauscht werden kann, ist man daher gut beraten, eine geladene Powerbank im Gepäck zu haben, wenn in diesem Fall die Party noch ein bisschen weitergehen soll.

Klarer und kräftiger Sound

Ein Jammer, dass der Mackie Freeplay Live den Anschluss eines Stagepianos in stereo nicht ermöglicht. Denn grundsätzlich bietet er die Vorzüge, die man sich von einem guten Keyboard-Monitor verspricht. Der Sound ist ausgewogen und kräftig. und bleibt selbst bei Spitzenwerten klar und unverzerrt.

Als „Personal Monitor“ für Gesang konnte sich die Box bewähren und zeigte sich sehr rückkopplungsfest und durch die App-Steuerung auch sehr komfortabel in der Bedienung. Auch über Bluetooth zugespielte Musik wurde vom Mackie Freeplay Live überzeugend wiedergegeben, vor allem auch bei hohen Lautstärken. 

Fazit: Kräftig im Klang, einfach in der Handhabung

Die Stereo-Wiedergabe als Ein-Punkt-Schallquelle hat gerade bei Live-Anwendungen einen hohen praktischen Nutzen. Zu schade, dass Mackie den Anschluss von stereo ausgelegten Instrumenten wie Keyboards und Stagepianos nicht vorgesehen hat. Wer mit dieser Einschränkung leben kann, bekommt mit Mackie Freeplay Live einen kompakten und leistungsstarken Monitor, der mit einfacher Handhabung und gutem Sound überzeugt.

Mackie Freeplay Live

Mackie Freeplay Live – Übersicht 

Erhältlich seit: 07.2018
Lautsprecher: 2 x 1“-Hochton, 1 x 6“-Basslautsprecher
Verstärkerleistung: Class D, 75 WATT (RMS) / 150 Watt (Spitze)
Anschlüsse: Bluetooth (Protokoll 4.2), Miniklinke stereo, 2 x Kombo-Buchse (Mic/Line, mono), Klinke Ausgang mono
Besonderheiten: Steuerung über Mackie Connect App (iOS oder Android)
Hersteller: Mackie

Ralf Willke - Autor bei PIANOO.de

Ralf Willke

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