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Test: Casio CDP-S160 – Portable Piano

  • Als das mittlere Modell der Compact-Digital-Piano-Serie von Casio bietet das CDP-160 mehr Features als das preiswertere CDP-S110.
  • Neben der 88er Graded-Hammermechanik-Tastatur und ansprechenden Sounds ist ein MIDI-Rekorder an Bord.
  • In Deutschland ist das S160 bislang ausschließlich in einer Set-Version inklusive eines Ständers erhältlich.

Pro und Contra

  • Solides E-Piano für Einsteiger
  • Verbesserter Klavierklang
  • Preis/Leistungsverhältnis
  • Nur als Bundle erhältlich
Casio CDP-S160
(Bildquelle: Casio)
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Die Compact-Digital-Piano-Reihe von Casio wurde mit drei neuen Modellen einer Frischzellenkur unterzogen. Das mittlere Casio CDP-S160 hat für den Einstieg alles Wesentliche und noch mehr Ausstattung als das preiswertere CDP-S110 zu bieten. Da der Hersteller es hierzulande inkl. Stativ und Pedaleinheit vertreibt, ist es zugleich Casios preiswerteste Homepiano-Lösung.

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Komplett-Konzept

Das CDP-S160 steckt im gleichen hochkompakten Gehäuse wie der kleine Bruder. Neben einer schwarzen ist eine rote Version erhältlich, während das S110 in Schwarz und Weiß angeboten wird. Die Besonderheit am CDP-S160 ist der recht stabil gefertigte, grundsätzlich schwarze Ständer mit einer integrierten Dreifach-Pedaleinheit CS-470P.

Für ein Dreier-Pedal fehlt dem S110 nämlich der passende Anschluss, sodass für den kleinen Bruder ein einfacherer Ständer namens CS-46P – ohne Pedal – optional angeboten wird. Derweil erhalten Käufer mit dem S160 gleich ein wohnzimmerkompatibles Digitalpiano. Gegenüber einem Homepiano fehlt ihm zwar insbesondere eine integrierte Tastaturabdeckung, als preiswerte Komplettlösung aber ist das S160 attraktiv. Kostenpunkt: im Handel derzeit knapp unter 700 Euro.

Rechnen wir nach

Für ein vergleichbar ausgestattetes CDP-S110, für das neben dem Ständer fairerweise auch noch ein hochwertiges Sustainpedal budgetiert werden muss, landet man bei zirka 550 Euro. Dieser noch preiswerteren Lösung fehlen gegenüber dem CDP-S160 aber, neben den Soft- und Sostenuto-Pedalen, noch ein paar andere Ausstattungsmerkmale.

Außerdem: Bei Portable Pianos müssen optionale Ständerlösungen nicht zwingend integrierte Fußpedale enthalten. Ein angeschlossenes Sustainpedal findet dann meist nur über eine mehr oder weniger rutschfeste Unterlage (passiven) Halt – wie auch beim S110 der Fall. Und gerade für Einsteiger ist es wenig vorteilhaft, wenn das Haltepedal beim Spielen häufig nach hinten rutscht. Gerade in dieser Hinsicht ist Casios Ausstattungslösung mit dem CS-470P im CDP-S160 nicht zu unterschätzen.

E-Piano für die ganze Familie: Casio CDP-S160 (Bildquelle: Casio)
E-Piano für die ganze Familie: Casio CDP-S160 (Bildquelle: Casio)

Solide Ausstattung

Das CDP-S160 bietet zunächst all das, was uns schon am S110 überzeugt: Die 88er-Tastatur mit skalierter Hammermechanik und Ebony/Ivory-Oberfläche für gute Griffigkeit sorgt für ein rundes Spielgefühl. Die Anschlagdynamik kann man mittels drei Kurven nach seinem Geschmack einstellen.

Die zehn Sounds liefern einen guten, dynamischen Akustikflügel, E-Pianos à la Fender Rhodes, Wurlitzer und DX7, aber auch Kirchen- und Hammond-Jazzorgel. Der natürliche Streicher-Sound ist ein wenig synthetisch geraten, dem Cembalo fehlt ein Key-off-Sample – aber auch diese Klänge sind brauchbar. Was mir fehlt, ist ein Piano-Bass-Split als Preset, denn eine Splitfunktion bietet das S160 nicht. Layern aber darf man die vorhandenen Klänge beliebig. Dann könnten die vorhandenen 64 Stimmen auch schon mal knapp werden.

Schöner Klavierklang

Im Mittelpunkt steht natürlich der Grandpiano-Klang, und den hat Casio toll hinbekommen. Im Vergleich zu demjenigen im alten Modell CDP-S100 wurde das zugrundeliegende Multisample komplett überarbeitet, und dem Sound wurden längere Einzelsamples im Ausklang spendiert. Das Ergebnis kann sich hören lassen, auch über die eingebauten Lautsprecher: Denn sie hat der Hersteller einem Feintuning unterzogen. 

Mit zweimal acht Watt lässt sich freilich nicht so viel reißen wie an teureren Homepianos mit satteren Soundsystemen, doch was wir den S160-Speakern entlocken, klingt erfreulich präsent und klar. Bei diesem hellen Grundsound und angesichts der Verstärkerleistung verzeiht man auch das Fehlen einer Brillanzregelung. Wer eine externe Anlage einsetzen will, muss das Piano-Signal leider über die Kopfhörerbuchse als einzigem Audioausgang ausgeben.

Casio CDP-S110 im test mit Klavierlehrer Yacine Khorchi

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Mehr Informationen

Casio CDP-S160 vs. CDP-S110

Nicht nur bei Stativ und Pedalerie hat das CDP-S160 dem kleineren Modell einiges voraus. Da ist an erster Stelle der eingebaute MIDI-Rekorder zu nennen. Bei einer Kapazität von 2500 Noten steht zwar nur wenig Speicherplatz für – einen – Song zur Verfügung, und es gibt auch keine Mehrspuraufnahme. Dennoch: Ein Recorder ist eine gute Hilfe zur Selbstkontrolle beim Klavierlernen und Üben.

Des Weiteren gibt es am S160 im Gegensatz zum kleinen Bruder die Duett-Funktion, mit der die Tastatur in zwei Hälften geteilt wird, auf denen der Flügelklang in jeweils gleicher Lage zur Verfügung steht – sinnvoll für den Klavierunterricht mit einem Lehrer.

Die letzte Besonderheit gegenüber dem S110 besteht in den harmonischen Skalen, anhand derer eine von 16 weiteren Temperierungen neben der „normalen“ gleichstufigen ausgewählt werden kann – also Kirchentonarten oder solche aus dem arabisch-orientalischen Raum. Für Spieler aus anderen Kulturkreisen als dem deutschen ist das mitunter ein Muss, ansonsten eher ein Feature für Fortgeschrittene.

In den Bedienelementen sehr reduziert ist das Panel des Casio CDP-S160. Mehr Komfort bietet die kostenlos erhältliche App "Casio Music Space" für Android- und iOS-Geräte.
In den Bedienelementen sehr reduziert ist das Panel des Casio CDP-S160. Mehr Komfort bietet die kostenlos erhältliche App "Casio Music Space" für Android- und iOS-Geräte.

Bedienung & App

Geblieben ist es bei der displaylosen Bedienung mit nur wenigen Buttons, sodass auch am CDP-160 die Tasten der Klaviatur in Verbindung mit gedrückt gehaltenem „Function“-Taster als Schalter herhalten müssen. Das beginnt bei der Klanganwahl, geht über die Bedienung von Metronom und Rekorder und endet bei den MIDI-Einstellungen.

Da wird dann eine App zum Segen: Die bekannte „Chordana Play for Piano“-App für Android und iOS ersetzt Casio jetzt durch das weiterentwickelte Programm „Casio Music Space“. Sie liefert ebenso eine Remote-Funktion, um Klangeinstellungen via Smartphone oder Tablet vorzunehmen, wie auch Übungsstücke und ein Songplayer mit Piano-Roll- und Notationsansicht sowie weiteren Übungsmenüs vorhanden sind. Im Falle des Casio CDP-S160 läuft die Anbindung kabelbasiert über USB (OTG-Adapter, Apple Camera Connection Kit), zusätzlich muss das Mobilgerät über den Audio-Input des Pianos per Miniklinke-Kabel angeschlossen werden.

Fazit: Kompaktes und günstiges Homepiano

Kurios: Das CDP-S160 ist erstens eigentlich der Nachfolger des gar nicht auf dem deutschen Markt vertriebenen CDP-S150, zweitens wird der Newcomer hier ausschließlich als CDP-S160 im Komplettpaket mit passender 3fach-Pedal-Ständer-Kombi verkauft. Gegenüber dem Vorgänger wurden der Klavierklang und der Lautsprecher verbessert, und in der Set-Ausstattung wird das S160 sogar schon zum kleinen Homepiano mit solide spielbaren drei Pedalen.

Das, und noch ein paar Funktionen wie der Rekorder, hat es dann auch der noch preiswerten portablen Einstiegslösung CDP-S110 voraus. Über Kabel gelingt zudem die Anbindung an Casios Player- und Übungs-App. Und wer das CDP-S160 mit in den Proberaum oder zum Gig nehmen will, sollte an der Hürde, vier Schrauben am Ständer zu lösen, nicht scheitern. Eine Casio-Kombi, die nicht zuletzt qualitativ überzeugt.

Casio CDP-S160 – Übersicht

Erhältlich seit: 02.2022
Tastatur: 88 Tasten, Smart Scaled Hammer Action II, 2-Sensor-System
Polyphonie: 64 Stimmen
Lieferumfang: Netzteil, Notenhalter, Ständer CS-470P
Piano-App: Casio Music Space (kostenlos, Android, iOS)
Hersteller/Vertrieb: Casio

Pro und Contra

  • Solides E-Piano für Einsteiger
  • Verbesserter Klavierklang
  • Preis/Leistungsverhältnis
  • Nur als Bundle erhältlich
Henrik Bruns - PIANOO-Autor

Henrik Bruns

Gegenüber dem Vorgänger wurden der Klavierklang und der Lautsprecher verbessert, und in der Set-Ausstattung wird das S160 sogar schon zum kleinen Homepiano mit solide spielbaren drei Pedalen.

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