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Test: IK Multimedia iRig Stream PRO – Streaming Audiointerface

  • Als mobiles Audiointerface macht das IK Multimedia iRig Stream PRO Streaming- und Recording-Anwendungen mit Smartphone, Tablet und Computer sehr einfach.
  • Das handliche Interface funktioniert mit den Apps der bekannten Streaming-Plattformen wie Youtube, Twitch etc.
  • Auch für den Remote-Musikunterricht über das Internet ist das kleine Interface eine kompakte Lösung.

Pro und Contra

  • Online-Streaming leicht gemacht
  • Anschlüsse für Mikrofon und Instrument
  • Direct Monitoring
  • Loopback-Funktion
IK Multimedia iRig Stream PRO
(Bildquelle: IK Multimedia)
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Video-Streaming bei guter Audioqualität – das wurde in der Corona-Zeit für viele Musiker*innen zum Thema. Sei es, um selber kleine Gigs live ins Internet zu übertragen oder um Online-Klavierunterricht zu geben bzw. zu nehmen. Gute Audioqualität ist in jedem Falle gefragt, aber allein mit Smartphone, Tablet oder Laptop nicht zu bewerkstelligen. Das IK Multimedia iRig Stream PRO ist in diesem Zusammenhang der Tipp schlechthin, denn dieses handliche Audiointerface vereint die Funktionalität und alle notwendigen Anschlüsse auf kleinstem Raum.

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Auf der Suche nach einem möglichst kompaktem wie kostengünstigen Audiointerface stießen wir im letzten Jahr auf den Vorgänger iRig Stream. Bereits damit lassen sich die meisten Anwendungen realisieren, aber es bleiben hier und da kleine Wünsche offen – so z.B. der Anschluss eines dynamischen Mikrofons. Das lässt sich mit Adaptern machen mit Hilfe optional erhältlichen Zubehörs, welches IK Multimedia auch anbietet – siehe Testbericht iRig Stream.

Das iRig Stream PRO bietet nun deutlich mehr Flexibilität als das kleine iRig Stream und auch ein paar kleine „Pro-Features“, die den Unterschied machen. Eine wichtige Verbesserung: Das iRig Stream PRO unterstützt im USB-Betrieb den Sleep-Mode von Laptop und Desktop-Rechner – beim Test des iRig Stream mussten wir leider feststellen, dass es die Verbindung verliert.

Das IK Multimedia iRig Stream PRO bietet viele Anschlussmöglichkeiten auf kleinstem Raum. (Bildquelle: IK Multimedia)
Das IK Multimedia iRig Stream PRO bietet viele Anschlussmöglichkeiten auf kleinstem Raum. (Bildquelle: IK Multimedia)

Anschließen und loslegen

Im Aufbau ähnelt das iRig Stream Pro dem kleinen Modell in vielen Details – vor allem das Bedienfeld mit dem großen Level-Regler nebst Pegel-Anzeige, die auch hier mit drei LEDs etwas rudimentär ausfällt. Wichtig aber: Man kann damit arbeiten. Neu hinzugekommen ist hier gleich ein praktisches Feature: Es gibt nun einen „MIC/INST MUTE“-Schalter, mit dem sich die angeschlossenen Signale schnell mal stummschalten lassen.

Das neue iRig Stream PRO ist etwas größer und liegt gut in der Hand. Wie schon der Vorgänger ist das PRO sehr leicht, aber robust gefertigt – alles ist auf Mobilität getrimmt. Daher sind die meisten Bedienelemente recht klein und in der Handhabung schon etwas fummelig. 

Die Anschlüsse sind fast selbsterklärend. Die beiden Cinch/RCA-Buchsen stellen den Stereo-Line-Input dar. Gleich daneben der MIC-Eingang, ausgeführt als XLR/Klinke-Combo mit zuschaltbarer Phantomspeisung (48V). An den Seiten gibt es einerseits einen Kopfhörer-Anschluss sowie eine weitere Mini-Klinkenbuchse, die man parallel für einen zweiten Kopfhörer oder ein Headset mit TRRS-Stecker nutzen kann.

Tatsächlich gelingt es damit, spontan loszulegen. Das IK Multimedia iRig Stream PRO schließt man über die mitgelieferten Adapter (Lightning, USB-C, USB 2) an Smartphone, Tablet oder Computer an. Bei letzterem muss man die jeweils verwendete Software in den Einstellungen konfigurieren, mit meinen iOS-Geräten funktioniert alles auf Anhieb: Anschließen und loslegen.

4-In/2-Out Streaming Audiointerface

Das iRig Stream PRO bietet alternativ zwei verschiedene Konfigurationen: 2-Channel und Multichannel. Bei letzterem kann man vier Audio-Kanäle parallel nutzen. RCA-In sowie Mic-Eingang und Mikrofon-Kanal des Headsets lassen sich im Multichannel-Betrieb als separate Spuren aufnehmen. Praktisch, wenn man unterwegs ein handliches Recording-Set braucht.

Im 2-Channel-Betrieb hingegen werden alle Eingänge auf einen Stereo-Stream gemischt. Im Prinzip die einfachste Möglichkeit, um einen Live-Stream aufzubauen. Die Lautstärkenverhältnisse passt man dann mit den entsprechenden Potis an. Man kann jetzt schon mal festhalten: Beim PRO ist die Handhabung extrem einfach ausgelegt.

IK Multimedia iRig Stream PRO mit besserer Audioqualität

Als ich meine Kopfhörer anschließe und die Lautstärken anpasse, stelle ich erfreut fest, dass der Rauschpegel beim PRO deutlich geringer ausfällt als beim kleinen iRig Stream. Das fühlt sich gleich viel entspannter an. Denn egal, ob beim Online-Unterricht, Online-Sessions oder der Jam-Session übers Internet – wenn es irgendwo auffällig rauscht, fragt man sich doch ständig, wo die Ursache dafür liegt und ob das evtl. sogar im Stream oder einer Aufnahme landet. Letzteres funktioniert aber auch beim kleinen Modell prima – dem PRO hat man vermutlich bessere Headphone-Amps spendiert – Danke!

Direct Monitoring

Das schaltbare Direct Monitoring ist eine wichtige Funktion, vor allem in Verbindung mit Streaming- oder Video-Chat-Anwendungen. Diese leisten kein Software-Monitoring, sodass man über den Direct-Monitor-Schalter alle angeschlossenen Signale auf den Kopfhörer bekommt. Ansonsten ist die Funktion natürlich nützlich beim Recording, sobald man etwa sein Instrument oder Mikrofon latenzfrei im Monitor hören möchte.

Wer mit einer DAW arbeitet, sollte bei Recording und gleichzeitigem Streaming aber die Monitor-Settings in der jeweiligen Audio-Software im Auge behalten, damit nicht beide Signale (Direct- plus Software-Output) gleichzeitig im Kopfhörer zu hören sind. Generell aber eine gute Option, die beim kleinen iRig Stream nicht verfügbar ist (es arbeitet immer im Direct Monitor Mode).

Loopback-Funktion

Eine clevere Funktion, mit der man aus Computer oder Mobilgerät noch mehr herausholen kann. Loopback bewirkt, dass das digitale Ausgangssignal einer Audio-Software (z.B. einem standalone Piano-VST) in den Audio-Stream sowie auch an die analoge Hardware das iRig Stream Pro weitergeleitet wird. Wer z.B. mit seinem iPad einen Audio/Video-Stream macht, kann so eine Klavier-App oder ein umfangreicheres Mix-Setup aus z.B. AUM, Cubasis etc. in den Live-Stream integrieren.

Fazit: Streaming & Recording to go!

Als günstigste Audiostreaming-Hardware bleibt das kleine iRig Stream für gerade mal 90,- Euro der Hit. Für das IK Multimedia iRig Stream PRO muss man schon ein wenig tiefer in die Tasche greifen, man bekommt aber – ebenso auf kleinstem Raum – mehr Funktionalität und Flexibilität. Audiostreaming-Anwendungen mit Mobilgeräten oder Laptop meistert das kompakte Audiointerface von IK Multimedia ohne teures und aufwendiges Equipment. Dabei bietet das IK Multimedia iRig Stream PRO flexible Anschlussmöglichkeiten für TRRS-Headset, Kopfhörer, Mikrofon und Instrumente bzw. Audio-Geräte mit Stereo-Ausgang.

Sogar an eine Loopback-Funktion zum digitalen Einspeisen von Musik-Apps wie DAW, Gitarren-Effekt-Studio oder Mixumgebungen oder Piano-Apps wurde gedacht. Das IK Multimedia iRig Stream PRO ist zwar für Live-Streams via Youtube, Facebook oder Twitch konzipiert, es ist aber ebenso empfehlenswert als handliche und mobile Lösung für den Remote-Musikunterricht über das Internet.

iRig Stream PRO Front

IK Multimedia iRig Stream PRO – Überblick

Erhältlich seit: 11.2021
Konzept: Audio-Interface für Streaming-Anwendungen
Plattformen: Mac, Windows, iOS, Android
Lieferumfang: Adapter-Kabel auf USB, Lightning, USB-C, 2 Batterien, Befestigungsschlaufe
Hersteller/Vertrieb: IK Multimedia/Sonic Sales
Hinweis: nicht geeignet für Videochat-Apps auf Mobilgeräten

Pro und Contra

  • Online-Streaming leicht gemacht
  • Anschlüsse für Mikrofon und Instrument
  • Direct Monitoring
  • Loopback-Funktion

Jörg Sunderkötter

Als günstigste Audiostreaming-Hardware bleibt das kleine iRig Stream für gerade mal 90,- Euro der Hit. Beim IK Multimedia iRig Stream PRO bekommt man aber - ebenso auf kleinstem Raum - mehr Funktionalität und Flexibilität.

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